Wurkkos HD02 Mini
Beitrag
Mit der HD02 Mini bringt Wurkkos eine kompaktere Variante der vielseitigen HD02 auf den Markt. Doch trotz ihres Namens ist die HD02 Mini mehr als nur eine geschrumpfte HD02.
Spot-, Flut- und Rotlicht sowie ein ausklappbares Seitenlicht sind nur einige der interessanten Details. Mit wechselbarem 14500-Akku, dem Betrieb mit NiMH-Akkus, einer USB-C-Ladefunktion und zahlreichen Befestigungsmöglichkeiten ist die HD02 eine äußerst vielseitige EDC-Lampe.
Lieferumfang und Hardware
Die Lampe wird in einer Retailverpackung mit einem vakuumgeformten Einsatz geliefert. Das Zubehör befindet sich auf der Rückseite des Einsatzes.
- Wurkkos 14500 Li-Ion Akku (900 mAh, ungeschützt, button-top, bei Lieferung 4,04 V)
- USB-C Ladekabel
- 2x Ersatz-O-Ring
- Bedienungsanleitung (EN, CN, RU, DE, FR, ES, IT, JP, PT)
Die Anleitung besteht aus einem 45 × 27 cm großen Stück Papier, das beidseitig bedruckt ist. Ergänzend zum Text wird die Bedienung auch in Form von Piktogrammen und Diagrammen erklärt. Diese wirken jedoch teilweise etwas unübersichtlich.
Schon beim Auspacken wird deutlich auf wichtige Schritte bei der Inbetriebnahme hingewiesen: Vor der ersten Nutzung müssen sowohl die Transportsicherung des Akkus als auch die Schutzfolie von der Linse entfernt werden. Letzteres ist auch nochmal deutlich auf der Schutzfolie selbst vermerkt.
Das Gehäuse der HD02 Mini besteht aus Aluminium und ist in den Farben Grau, Orange und Blau erhältlich. Der Bezel ist bei allen Varianten schwarz anodisiert.
Obwohl die Lampe mit einem zylindrischen Akku betrieben wird, hat sie eine rechteckige Form. So lassen sich die zahlreichen Funktionen in einem kompakten Gehäuse unterbringen, ohne dabei auf die Vorteile eines wechselbaren Akkus verzichten zu müssen.
Den Namenszusatz „Mini“ trägt die HD02 Mini zu Recht: Mit ihren kompakten Abmessungen von 82 × 34 × 19 mm ist sie ausgesprochen klein und verschwindet problemlos in der Hosentasche. Auch das Gewicht von rund 100 g ist kaum zu spüren.
| Größe & Gewicht | |
|---|---|
| Länge: | 82,3 mm |
| Breite: | 34,3 mm |
| Dicke (ohne/mit Clip): | 19,1 / 27,0 mm |
| Gewicht (ohne Akku): | 91,3 g |
| Gewicht (14500 Akku): | 19,7 g |
| Gewicht (NiMH Akku): | 26,0 g |
| Gewicht (gesamt): | 111,0 / 117,3 g |
Auch wenn der Name vermuten lässt, dass die HD02 Mini einfach eine kleinere Version der HD02 ist, hat sie ihren ganz eigenen Charakter. Mit ihrem einzelnen Flügel erinnert sie mich zudem eher an eine geschrumpfte HD05 (die mir für den Vergleich leider nicht zur Verfügung stand).
Wurkkos HD02 | Wurkkos HD02 Mini | Wurkkos HD04 | Sofirn ST10
An der Seite lässt sich ein Flügel für das Flutlicht um bis zu 135° ausklappen. Dadurch kann die Abstrahlrichtung flexibel an die jeweilige Situation angepasst werden. Das Scharnier läuft angenehm geschmeidig und wird offenbar durch O-Ringe abgedichtet und zugleich gedämpft.
Eine kleine Kugelarretierung sichert den Flügel in der geschlossenen Position. Bei Stößen kann er allerdings dennoch leicht klappern. Hinter dem Flügel ist eine Kurzanleitung zur Bedienung des Flutlichts zu finden. Ungewöhnlich, aber praktisch.
Wird das Seitenlicht auf hoher Helligkeit betrieben, kann sich die Verklebung des weißen Plastikdiffusors aufgrund der hohen Temperatur und der sich ausdehnenden Luft lösen. Das gleiche Problem trat auch schon bei der HD02 und HD02 Pro auf.
Auf der Rückseite befindet sich ein Zweiwege-Clip, der in beide Richtungen nahezu bis zum Lampenende reicht. Damit lässt sich die Lampe tief in der Tasche tragen, ohne dass sie weit herausragt. Mit dem Clip kann die Lampe beispielsweise auch an einer Schirmmütze als improvisierte Kopflampe genutzt werden.
Der Clip ist mit zwei T6 Schrauben befestigt, die gleichzeitig auch ein Teil des Gehäuses zusammenhalten.
Die runde Tailcap verfügt über ein 1/4" UNC Stativgewinde, wodurch sich zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten ergeben. Beispielsweise kann die HD02 Mini mit einem kleinen Stativ erhöht aufgestellt werden, um als Arbeitsleuchte den Tisch besser auszuleuchten.
Eine spezielle Öse zur Befestigung einer Handschlaufe gibt es an der Lampe nicht. Stattdessen kann die Schlaufe an einem der Löcher im Clip befestigt werden. Alternativ lässt sich eine Handschlaufe mit Schraubbefestigung verwenden, wie sie beispielsweise als Kamerazubehör erhältlich ist.
Außerdem ist in der Tailcap ein kräftiger Magnet integriert. An magnetischen Oberflächen hält die Lampe damit in jeder beliebigen Ausrichtung.
An der Seite befindet sich ein USB-C Anschluss, über den sich der Akku direkt in der Lampe laden lässt. Eine verschiebbare Abdeckung hält groben Schmutz fern und dient gleichzeitig als Tastensperre, um ein versehentliches Einschalten der Lampe zu verhindern. Als Schutz gegen eindringendes Wasser ist der Anschluss intern abgedichtet.
Der Akku wird bei 5 V mit bis zu 900 mA geladen, was für einen 14500-Akku relativ viel ist. Dadurch ist die Lampe bereits nach rund 75 Minuten wieder vollständig geladen und einsatzbereit. Der Ladefortschritt wird über eine elfstufige Balkenanzeige dargestellt, deren Farbe je nach Ladestand von Rot über Orange bis Grün wechselt.
Während des Ladevorgangs lässt sich die Lampe ganz normal nutzen. Auch kann die Lampe ganz ohne Akku direkt über das USB-Kabel betrieben werden. In diesem Fall steht in allen Lichtkanälen jedoch nur eine mittlere Helligkeitsstufe zur Verfügung.
Betreiben lässt sich die HD02 Mini nicht nur mit 14500 Li-Ion Akkus, sondern auch mit NiMH-Akkus (oder notfalls Alkalinebatterien) in der Größe AA. Die Helligkeit ist dann um einiges geringer, dafür ist man flexibler in der Wahl der Stromquelle. Jedoch können NiMH-Akkus nicht direkt in der Lampe geladen werden. Sollte das USB-Kabel dennoch angesteckt werden, leuchtet die Status-Anzeige zur Erinnerung in Orange.
Anders als bei den meisten anderen Lampen, hat die Tailcap ein Außengewinde und wird in das „Akkurohr“ hinein geschraubt. Der Kontakt mit dem Akku wird über eine starke Feder hergestellt.
Der Pluspol ist als flacher Kontakt ausgeführt und verfügt über einen mechanischen Verpolungsschutz. Dadurch lassen sich nur Akkus mit erhöhtem Pluspol verwenden.
Die HD02 Mini erfüllt laut Hersteller die Schutzart IPX6. Damit besteht ein „Schutz gegen starkes Strahlwasser“, was in der Praxis meist „kann auch im Regen genutzt werden“ bedeutet. Unter Wasser tauchen sollte man die Lampe also besser nicht. Zudem soll sie Stürze aus einer Höhe von bis zu 1,5 Metern überstehen.
Bedienung und Funktion
Die Bedienung der HD02 Mini erfolgt hauptsächlich über einen Taster, der sich seitlich am vorderen Bereich der Lampe befindet. Mit ihm wird die Lampe ein- und ausgeschaltet oder die Helligkeit geändert. Die Betätigung erfordert eine Kraft von etwa 900 cN und wird mit einem deutlichen Klicken quittiert.
Der Kanal wird über einen Drehschalter festgelegt. Er hat die Stellungen Flutlicht, Spotlicht und Rotlicht. Dank des kleinen Hebels lässt sich die Stellung problemlos erkennen ohne hinzusehen. Der Schalter ist schwergängig genug, um sich nicht versehentlich zu verstellen, lässt sich aber leicht bedienen. Er arbeitet mittels Hall-Sensoren, sodass ein starker Magnet seine Funktion vorübergehend beeinträchtigen kann.
Zusätzlich bietet der bereits zuvor genannte Schiebeschalter eine Tastensperre, um ein versehentliches Einschalten der Lampe zu verhindern.
Alle Kanäle werden auf die gleiche Weise gesteuert. Ein kurzer Druck auf den Taster schaltet die Lampe ein oder aus und durch Halten des Tasters wird die Helligkeit stufenlos geändert. Feste Helligkeitsstufen gibt es bei der HD02 Mini nicht.
| Zustand | Aktion | Funktion |
|---|---|---|
| Aus | 1 Klick | Einschalten in zuletzt genutzter Helligkeit |
| 2 Klicks | Einschalten in maximaler Helligkeit | |
| 3 Klicks | Einschalten in Strobe | |
| Halten | Einschalten in minimaler Helligkeit (Moonlight) | |
| Ein | 1 Klick | Ausschalten |
| 2 Klicks | Maximale Helligkeit | |
| 3 Klicks | Strobe | |
| Halten | Helligkeit stufenlos ändern | |
| Strobe | 1 Klick | Vorherige Helligkeit oder ausschalten |
| 2 Klicks | Blinkmodus ändern: Strobe → SOS → Beacon | |
| Gesperrt | Klick | Zweimaliges Blinken des Spotlichts |
| Halten | Momentanbetrieb des gewählten Kanals auf niedriger Helligkeit |
Beim Umschalten zwischen den Kanälen wird die aktuell gewählte Helligkeit beibehalten. Auch nach dem Aus- und Wiedereinschalten startet die Lampe mit der zuletzt verwendeten Helligkeit. Hält man den Taster bei ausgeschalteter Lampe gedrückt, wird der Moonlight-Modus aktiviert. Dieser ist noch etwas dunkler als die niedrigste Stufe des normalen Rampings.
Das Seitenlicht schaltet sich beim Ausklappen des Flügels automatisch ein (sofern ein Li-Ion-Akku genutzt wird!), allerdings immer auf einer mittleren Helligkeitsstufe. Anschließend lässt sich die Helligkeit über den Taster stufenlos anpassen. Zum Ausschalten genügt entweder das Zuklappen des Flügels oder ein kurzer Druck auf den Taster. Beim Testen ist mir allerdings ein kleiner Fehler aufgefallen: Wurde die Helligkeit des Seitenlichts verändert, schaltet die Lampe beim Zuklappen des Flügels nicht ab, sondern wechselt stattdessen zum Frontlicht.
Im Strobe wechselt die Frequenz alle zwei Sekunden zwischen 6 und 15 Hz, um die desorientierende Wirkung zu verstärken. Wie so oft entspricht das SOS-Signal nicht dem Standard („SOS“ ohne Pause). Beim Beacon blitzt die Lampe alle zwei Sekunden einmal kurz auf.
Nach dem Einschalten wird der Ladestand fünf Sekunden lang auf einer Balkenanzeige dargestellt. Die Farbe der Anzeige wechselt passend dazu von Grün, über Orange nach Rot. Erreicht die Akkuspannung einen kritischen Wert, blinken die letzten LEDs bei eingeschalteter Lampe dauerhaft in Rot. Die Anzeige funktioniert nur bei der Verwendung eines Li-Ion-Akkus. Bei NiMH-Akkus blinkt sie lediglich zweimal in Orange.
Allerdings kann die Anzeige trügerisch sein: Unter Last fällt die Akkuspannung deutlich ab, wodurch unter Umständen ein zu niedriger Ladezustand angezeigt wird. Dieser bleibt anschließend gespeichert, auch wenn sich die Spannung des Akkus wieder erholt. Erst durch ein kurzes Lockern der Tailcap oder das Anschließen des Ladekabels wird die Anzeige zurückgesetzt.
Etwas schade ist, dass sich die LEDs der Balkenanzeige nicht als zusätzlicher Kanal nutzen lassen. Immerhin sind dort elf RGB-LEDs verbaut, die sich hervorragend als Effektlicht eignen würden.
Trotz ihrer kompakten Maße liegt die HD02 Mini angenehm in der Hand. Der Taster befindet sich genau an der richtigen Stelle unter dem Daumen und lässt sich auch im Dunkeln problemlos finden. Auch die Stellung des Drehschalters lässt sich gut erfühlen. Einzig der Schiebeschalter für die Tastensperre ist etwas leichtgängig.
Lichtbild
Welche LEDs zum Einsatz kommen, wird weder in der Bedienungsanleitung noch auf der Verpackung angegeben. Auch auf der Webseite findet sich lediglich eine Angabe zur Farbtemperatur. Erst eine Nachfrage beim Hersteller ergab weitere Details zu den verbauten LEDs:
- Spotlicht: LatticePower HM 6000 K
- Flutlicht: LatticePower HF 4000 K
- Rotlicht: LatticePower HFL 620 nm
- Seitenlicht: 5000 K, CRI 90 (36× 3014)
Die Front-LEDs befinden sich gemeinsam hinter einer speziell für dieses Modell entwickelten TIR-Optik. Auf eine zusätzliche Glasscheibe zum Schutz der Optik wurde verzichtet. Dadurch ist die Oberfläche zwar anfälliger für Kratzer, allerdings ist der Kunststoff widerstandsfähiger gegen Stöße und bricht nicht so leicht wie Glas. Eine Antireflexbeschichtung ist nicht vorhanden.
Auch wenn Spot- und Flutlicht farblich nicht ganz harmonieren, so erfüllen sie ihre jeweiligen Aufgaben doch hervorragend: Das Spotlicht erzeugt einen engen Spot mit hoher Intensität, der (mit einigen Ringen) in einen schwachen Spill ausläuft. Das Flutlicht wird seinem Namen gerecht und erzeugt einen weichen, leicht mittenbetonten Lichtteppich. Noch flutiger ist das Seitenlicht, wodurch es sich perfekt für eine gleichmäßige Ausleuchtung im Nahbereich eignet.
Die Unterschiede werden draußen besonders deutlich. Hier erreicht die kleine Lampe mit dem Spotlicht eine beachtliche Reichweite. Im Allgemeinen eignet sie sich aber besser für kurze bis mittlere Entfernungen.
Tiefrotes Licht hat den Vorteil, dass es die Dunkeladaptation der Augen weniger stark beeinträchtigt als weißes Licht. Das liegt daran, dass die für das Sehen bei geringer Helligkeit verantwortlichen Stäbchen gegenüber langwelligem rotem Licht deutlich weniger empfindlich sind. Die für das Farbsehen zuständigen Zapfen können rotes Licht dagegen noch wahrnehmen, sodass die Anpassung des Auges an die Dunkelheit bei entsprechend niedriger Lichtintensität weniger stark gestört wird.
Bei der verbauten LED mit einer Wellenlänge von 620 nm ist dieser Vorteil allerdings etwas abgeschwächt. In diesem Wellenlängenbereich werden die Stäbchen bereits soweit angeregt, dass die Dunkeladaptation beeinträchtigt wird. Dafür lässt es sich immerhin auf sehr niedriger Helligkeit nutzen.
Mit dem ausklappbaren Seitenlicht wird die HD02 Mini zu einer kleinen Arbeitsleuchte. Das Licht bietet mit CRI 90 eine anständige Farbwiedergabe. In Verbindung mit einem kleinen Stativ lässt sich auch ein ganzer Tisch problemlos ausleuchten.
Treiber und Laufzeit
Zur Art des Treibers macht der Hersteller keine weiteren Angaben. Zumindest für den Betrieb mit NiMH-Akkus wird ein Boost-Converter zum Einsatz kommen, um die nötige Spannung zu erreichen. Die Angaben zur Intensität und Reichweite wurden der Herstellerwebseite entnommen, da sie in der Anleitung und auf der Verpackung nicht vorhanden sind.
| Modus | Helligkeit¹ | Laufzeit¹ | Intensität¹ (Reichweite²) | |
|---|---|---|---|---|
| Spot » Max | 1300 / 510 / 170 lm | 2 min + 32 min + 24 min | 10375 cd | (204 m) |
| Spot » Min | 15 lm | 17:17 h | 125 cd | (22 m) |
| Spot » Moonlight | 0,5 lm | 60:22 h | 2,8 cd | (3 m) |
| Flood » Max | 400 / 220 lm | 30 min + 35 min | 585 cd | (48 m) |
| Flood » Min | 18 lm | 17:06 h | 40 cd | (13 m) |
| Flood » Moonlight | 0,5 lm | 60:22 h | 0,3 cd | (1 m) |
| Rot » Max | 50 lm | 3:28 h | 204 cd | (29 m) |
| Rot » Min | 6 lm | 21:51 h | 21 cd | (9 m) |
| Rot » Moonlight | 0,5 lm | 42:22 h | 0,8 cd | (2 m) |
| Seite » Max | 320 / 210 lm | 3 min + 1:28 h | 172 cd | (26 m) |
| Seite » Min | 12 lm | 17:26 h | 5,8 cd | (5 m) |
Da es keine festen Helligkeitsstufen gibt, habe ich die Laufzeit lediglich für die maximale Helligkeit gemessen. Im Betrieb kommt es immer wieder zu kleinen Stepdowns. Beim Flutlicht ist von Beginn an ein allmähliches Abfallen der Helligkeit zu beobachten. Dies könnte auf einen Linearregler hindeuten.
Beim Spotlicht wird die Helligkeit im Turbo bereits nach fünf Sekunden um knapp 20 % reduziert. Dies scheint unabhängig von der Temperatur zu erfolgen, die selbst nach längerer Betriebsdauer nur knapp über 30 °C erreicht.
Erwartungsgemäß ergeben sich bei der Nutzung von NiMH-Akkus deutlich geringere Werte für Laufzeit und Helligkeit. Dies liegt an der niedrigeren Kapazität und der geringeren Leistungsfähigkeit von NiMH-Akkus (etwa 2,3 Wh für Eneloop) im Vergleich zu Li-Ion-Akkus (3,3 Wh für das Modell aus dem Lieferumfang).
| Modus | Helligkeit¹ | Laufzeit¹ | Intensität¹ (Reichweite²) | |
|---|---|---|---|---|
| Spot » Max | 350 lm | 27 min | 2033 cd | (83 m) |
| Spot » Min | 16 lm | 7:32 h | 135 cd | (23 m) |
| Spot » Moonlight | 0,5 lm | 32:15 h | 2,5 cd | (3 m) |
| Flood » Max | 240 lm | 29 min | 367 cd | (38 m) |
| Flood » Min | 20 lm | 5:54 h | 41 cd | (13 m) |
| Flood » Moonlight | 0,5 lm | 31:15 h | 0,3 cd | (1 m) |
| Rot » Max | 50 lm | 45 min | 207 cd | (29 m) |
| Rot » Min | 6 lm | 11:11 h | 22 cd | (9 m) |
| Rot » Moonlight | 0,5 lm | 27:46 h | 0,7 cd | (2 m) |
| Seite » Max | 240 lm | 27 min | 136 cd | (23 m) |
| Seite » Min | 12 lm | 7:18 h | 6,3 cd | (5 m) |
Der Helligkeitsverlauf des Turbos ähnelt dem Spannungsverlauf eines NiMH-Akkus. Beim Flut- und Seitenlicht bleibt die Helligkeit hingegen längere Zeit relativ konstant.
Die Temperatur liegt auf einem ähnlichen Niveau wie beim Betrieb mit einem Li-Ion-Akku, obwohl eine geringere Helligkeit erreicht wird. Dies könnte auf entsprechende Verluste im Boost-Converter hindeuten.
Eine Ausnahme gibt es beim Rotlicht: Hier ist die Helligkeit für beide Akkutypen identisch. Einen Unterschied gibt es nur in der Laufzeit.
Die Wärmebildkamera ermöglicht einen Blick auf die Wärmeverteilung der Lampe im Betrieb mit Li-Ion-Akku ohne zusätzliche Kühlung. Besonders interessant ist dabei die Temperatur des Flügels, die beim Laufzeittest nicht gemessen werden konnte. Dort werden bis zu 50 °C erreicht.
Wärmebilder mit Zoyi ZT-R02
Beim Betrieb mit einem Li-Ion-Akku zeigt sich bei Flutlicht, Rotlicht und Seitenlicht eine saubere Regelung ohne PWM oder Restwelligkeit. Anders sieht es beim Spotlicht aus. Hier lassen sich abhängig von der gewählten Helligkeit drei unterschiedliche Regelbereiche erkennen: Im unteren Helligkeitsbereich ist keine Modulation messbar. Ab einer mittleren Helligkeit bis hinauf zur höchsten regulären Stufe kommt PWM mit einer Frequenz von 48 kHz zum Einsatz (im Diagramm durch die Trägheit des Sensors leicht verfälscht dargestellt). Zwischen der höchsten regulären Stufe und dem Turbo-Modus findet sich schließlich ein weiterer Regelbereich, in dem ebenfalls PWM verwendet wird.
Mit einem NiMH-Akku ist bei mittlerer Helligkeit eine leichte Restwelligkeit messbar, die in der Praxis jedoch vernachlässigbar ist. Auffällig ist die Geschwindigkeit der Helligkeitseinstellung: Während ein vollständiger Durchlauf mit einem Li-Ion-Akku rund drei bis vier Sekunden dauert, wird mit einem NiMH-Akku nur etwa eine Sekunde benötigt.
Ramping mit Li-Ion-Akku
Wird die Lampe mit weißem Licht im Turbo betrieben, ausgeschaltet und nach fünf Sekunden im Rotlicht eingeschaltet, leuchtet sie kurzzeitig deutlich heller als im regulären Turbo. Es dauert knapp zwei Sekunden, bis der Regler einen stabilen Strom liefert.
Aufgrund der schlechten Zugänglichkeit der Kontakte war eine direkte Messung des Stroms nicht möglich. Ebenso konnte die Abschaltspannung zum Schutz des Akkus vor Tiefentladung nicht ermittelt werden. Am Ende der Laufzeitmessungen lag die Akkuspannung nach der automatischen Abschaltung jedoch zwischen 2,8 und 3,0 V bei Li-Ion-Akkus bzw. 1,0 V bei NiMH-Akkus.
Fazit
Wem die Wurkkos HD02 als EDC-Lampe zu groß und schwer ist, findet in der Wurkkos HD02 Mini eine passende Alternative. Trotz der deutlich kompakteren Maße wurde an Funktionen nicht gespart: Neben dem kräftigen Spotlicht stehen ein warmweißes Flutlicht und ein Rotlicht zur Verfügung. Auch der ausklappbare Flügel für die Nutzung als kleine Laterne ist wieder mit an Bord. Details wie die Bedienung über einen Drehschalter, der lange Zweiwege-Clip sowie die magnetische Tailcap mit Stativgewinde runden das Paket ab.
Bei der Vielzahl an Funktionen sind kleinere Fehler in der Firmware nicht ganz überraschend. Als problematisch sehe ich jedoch, dass sich die Verklebung der Scheibe vom Flügel bei hoher Helligkeit lösen kann. Schön wäre zudem ein Rotlicht mit einer Wellenlänge von 660 nm gewesen.
Insgesamt ist die Wurkkos HD02 Mini für mich dennoch eine gelungene EDC-Lampe. Mit ihren vielfältigen Funktionen erweist sie sich als praktischer Begleiter für den Alltag.
Die Lampe wurde mir vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ich habe keine weitere Vergütung erhalten und das Review stellt meine eigene Meinung dar.