Wurkkos HD02
Beitrag
Zu Weihnachten bekam ich von Wurkkos ein kleines Überraschungspaket mit einigen Lampen und Fanartikeln geschickt. Mit dabei war auch eine Wurkkos HD02 mit persönlicher Gravur.
Ein Highlight dieser Lampe sind die beiden ausklappbaren Flügel für ein großflächiges, verstellbares Flutlicht – sogar mit anpassbarer Farbtemperatur! Weiterhin bietet die Lampe neben einem kräftigen Spotlicht auch UV-Licht und einen grünen Laser.
Lieferumfang und Hardware
Im Laufe des letzten Jahres hat Wurkkos das Verpackungsdesign geändert. Kamen die Lampen zuvor in einem Karton mit Magnetverschluss und Schaumstoffeinsatz, werden sie nun in einer Faltschachtel mit einem vakuumgeformten Einsatz geliefert.
- Wurkkos 21700 Li-Ion Akku (5000 mAh, bei Lieferung 3,81 V)
- Handschlaufe
- USB-C Ladekabel
- 2x Ersatz-O-Ring
- Bedienungsanleitung (EN, CN, FR, DE, IT, ES, JP, RU)
In der Anleitung befindet sich eine Tabelle mit den Spezifikationen sowie ein Flussdiagramm, welches die Bedienung erklärt. Weitere Informationen sind nicht enthalten.
Vor der ersten Nutzung muss eine Transportsicherung vom Akku entfernt werden. Früher war ein kleinen Anhänger mit entsprechendem Hinweis an der Lampe befestigt. Anscheinend gab es häufiger Beschwerden über nicht funktionierende Lampen, denn nun ist der Hinweis deutlich größer und sollte nicht mehr zu übersehen sein. Gleichzeitig erleichtert eine Lasche das Herausziehen des Einsatzes.
Das Erscheinungsbild der HD02 ist ungewöhnlich. Auf den ersten Blick erweckt sie den Anschein einer „flachen“ Lampe, wie sie in letzter Zeit in Mode sind. Die HD02 verwendet jedoch einen üblichen, runden 21700-Li-Ion-Akku und auch die Tailcap ist rund.
Verantwortlich für ihre Breite von 41 mm sind hauptsächlich die beiden nebeneinander liegenden LEDs und die ausklappbaren Flügel. Durch die gezackten Kerben und die oktogonale Form erhält die HD02 ein futuristisch-modernes Design.
| Größe & Gewicht | |
|---|---|
| Länge: | 126,0 mm |
| Breite: | 41,0 mm |
| Höhe: | 26,0 mm |
| Höhe (mit Clip): | 34,0 mm |
| Gewicht (ohne Akku): | 188 g |
| Gewicht (21700 Akku): | 65 g |
| Gewicht (gesamt): | 253 g |
Für eine Lampe mit einem einzelnem 21700-Akku ist die HD02 allerdings recht groß und schwer. Bei den gebotenen Funktionen dürfte das aber zu verschmerzen sein.
Sofirn IF23 Pro | Wurkkos HD02 | Loop Gear SK05 Pro
Das Gehäuse der Lampe besteht aus grau anodisiertem Aluminium. Der schwarze Frontbezel wird von vier Schrauben gehalten.
Auf beiden Seiten lässt sich jeweils ein Flügel für das Flutlicht bis zu einem Winkel von 135° ausklappen. Dadurch kann das Licht an viele Situationen angepasst werden. Leider lassen sich die Flügel nicht drehen. Die Scharniere laufen geschmeidig und werden wohl durch O-Ringe abgedichtet und gleichzeitig gedämpft.
In geschlossener Position werden die Flügel durch eine kleine Kugelarretierung gesichert. Trotzdem können sie bei Stößen ein wenig klappern. Hinter den Flügeln lässt sich eine Kurzanleitung für die Bedienung des Flutlichts finden. Ungewöhnlich, aber praktisch.
Auf der Rückseite befindet sich ein breiter Clip, der von drei Schrauben gehalten wird. Damit lässt sich die Lampe gut beispielsweise an einem Gürtel tragen. Nur an den Schrauben könnte es etwas eng werden.
Die Tailcap verfügt über ein 1/4" UNC Stativgewinde. Darüber lässt sich die HD02 mit einem Stativ erhöht aufstellen – zum Beispiel für eine bessere Beleuchtung des Tisches oder als Arbeitslampe auf der Baustelle. Auch eine Handschlaufe lässt sich mit einer einschraubbaren Öse gut befestigen. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Haken, allerdings würde das Flutlicht dann nur nach oben leuchten können, da sich die Flügel nicht drehen lassen.
Außerdem ist in der Tailcap ein kräftiger Magnet integriert. An magnetischen Oberflächen hält die Lampe damit in jeder beliebigen Ausrichtung.
Über einen USB-C-Anschluss auf der Rückseite lässt sich der Akku direkt in der Lampe laden. Eine flach anliegende Silikonabdeckung schützt ihn vor Wasser und Schmutz. Zur leichteren Öffnung gibt es keine Lasche, sondern eine kleine Nagelkerbe. Mir gefällt dieses Design, da sich die Abdeckung auf diese Weise nicht so leicht versehentlich öffnet.
Mit einem Ladestrom von etwa 2,3 A ist der Akku schon nach rund zwei Stunden wieder vollständig geladen. Der Fortschritt wird über eine LED im Taster signalisiert, die bei vollem Akku von Rot auf Grün wechselt. Während des Ladevorgangs kann die Lampe normal genutzt werden.
Kräftige Federn auf beiden Seiten stellen den Kontakt zum Akku her. Die Lampe ist für ungeschützte 21700-Akkus mit flachem Pluspol konstruiert. Button-top-Akkus passen gerade noch so hinein, doch für längere (geschützte) Akkus ist nicht genügend Platz vorhanden.
Laut Hersteller ist die HD02 wassergeschützt nach IPX6. Damit sollte sie einen Regenschauer oder ein kurzes Abspülen unter fließendem Wasser verkraften, aber besser nicht komplett unter Wasser getaucht werden. Größte Schwachstelle dürfte hier das Scharnier der Flutlicht-Flügel sein. Die Lampe soll zudem Stürze aus bis zu einem Meter Höhe überstehen.
Die Verarbeitung ist überwiegend einwandfrei und auch die Kanten sind gut entgratet. Bei meinem Exemplar hat sich die Verklebung der Flutlicht-Diffusoren leicht gelöst. Eventuell müsste man sie selbst nochmal festkleben, falls das Problem bestehen bleibt.
Bedienung und Funktion
Die Bedienung der HD02 erfolgt hauptsächlich über einen Taster im vorderen Bereich der Lampe. Mit ihm wird die Lampe ein- und ausgeschaltet oder die Helligkeit geändert. Der Schaltweg ist kurz. Die Betätigung erfordert eine Kraft von etwa 800 cN und wird mit einem feinen Klicken quittiert.
Die Betriebsart wird über einen Drehschalter festgelegt. Er hat die Stellungen UV, Spotlicht und Laser. Dank des kleinen Hebels lässt sich die Stellung problemlos erkennen ohne hinzusehen. Der Schalter ist schwergängig genug, um sich nicht versehentlich zu verstellen, lässt sich aber leicht bedienen. Er arbeitet mittels Hall-Sensoren, sodass starke Magnete seine Funktion beeinträchtigen können.
Befindet sich der Schalter in der Position für das Spotlicht, wird die Lampe ganz normal mit dem Taster bedient.
Bei diesem Modell lässt sich die Helligkeit nur stufenlos verstellen. Ein Durchlauf dauert vier Sekunden und ist bei niedriger Helligkeit schwer zu kontrollieren. Wird die Taste nach dem Loslassen gleich wieder gedrückt gehalten, kehrt sich die Richtung der Helligkeitsänderung um.
Der Strobe arbeitet mit einer wechselnden Frequenz von 6 und 15 Hz. Weitere Blinkmodi wie SOS oder Beacon sind nicht vorhanden.
| Zustand | Aktion | Funktion |
|---|---|---|
| Aus | 1 Klick | Einschalten (zuletzt genutzte Helligkeit) |
| 2 Klicks | Turbo | |
| 3 Klicks | Strobe | |
| 4 Klicks | Sperren | |
| Halten | Low | |
| Ein | 1 Klick | Ausschalten |
| 2 Klicks | Turbo | |
| 3 Klicks | Strobe | |
| Halten | Helligkeit stufenlos ändern | |
| Turbo | 1 Klick | Vorherige Helligkeit oder ausschalten |
| 2 Klicks | Low | |
| 3 Klicks | Strobe | |
| Strobe | 1 Klick | Vorherige Helligkeit oder ausschalten |
| Lockout | 4 Klicks | Entsperren und in zuletzt genutzter Helligkeit einschalten |
| Halten | Momentan Low (Spot) |
Beim UV-Licht gibt es nur zwei Helligkeitsstufen und (sinnvollerweise) keinen Strobe, ansonsten ist die Bedienung gleich. Ein Indikator für ein aktiviertes UV-Licht (z.B. eine blaue Status-LED im Taster) wäre schön gewesen.
| Zustand | Aktion | Funktion |
|---|---|---|
| Aus | 1 Klick | Einschalten (zuletzt genutzte Helligkeit) |
| 2 Klicks | High | |
| 4 Klicks | Sperren | |
| Halten | Low | |
| Ein | 1 Klick | Ausschalten |
| 2 Klicks | High | |
| Halten | Helligkeit ändern (Low / High) | |
| Lockout | 4 Klicks | Entsperren und in zuletzt genutzter Helligkeit einschalten |
| Halten | Momentan Low (Spot) |
Der Laser lässt sich ein- und ausschalten. Ich hätte mir einen Momentanbetrieb beim Halten der Taste gewünscht, denn meist nutzt man einen Laser nur kurzzeitig um auf etwas zu zeigen.
| Zustand | Aktion | Funktion |
|---|---|---|
| Aus | 1 Klick | Einschalten |
| 4 Klicks | Sperren | |
| Ein | 1 Klick | Ausschalten |
| Lockout | 4 Klicks | Entsperren und in zuletzt genutzter Helligkeit einschalten |
| Halten | Momentan Low (Spot) |
Beim Ausklappen der Flügel wird das Flutlicht automatisch eingeschaltet. Danach lassen sich Helligkeit und Farbtemperatur über den Taster steuern. Ausschalten lässt sich das Flutlicht entweder durch schließen der Flügel oder über einen kurzen Druck auf die Taste. Die beiden Flügel lassen sich auch einzeln nutzen.
| Zustand | Aktion | Funktion |
|---|---|---|
| Zugeklappt | Aufklappen | Einschalten (zuletzt genutzte Helligkeit) |
| Aus (aufgeklappt) | 1 Klick | Einschalten (zuletzt genutzte Helligkeit) |
| 2 Klicks | High | |
| 4 Klicks | Sperren | |
| Halten | Low | |
| Ein | Zuklappen | Ausschalten |
| 1 Klick | Ausschalten | |
| 2 Klicks | Turbo | |
| Halten | Helligkeit stufenlos ändern | |
| Klicken + Halten | Farbtemperatur stufenlos ändern | |
| Lockout | 4 Klicks | Entsperren und in zuletzt genutzter Helligkeit einschalten |
| Halten | Momentan Low (Spot) |
Eine Tastensperre über einen schnellen Vierfachklick schützt die Lampe gegen versehentliches Einschalten. Alternativ kann die Tailcap etwas gelockert werden. Noch einfacher wäre es mit einer vierten Stellung des Drehschalters gewesen.
Nach dem Einschalten zeigt eine Status-LED im Taster für fünf Sekunden den ungefähren Ladestand des Akkus an. Bei kritischer Akkuspannung blinkt die LED bei eingeschalteter Lampe kontinuierlich in Rot. Leider sind diese Informationen nicht in der Anleitung, sondern nur auf der Webseite des Herstellers zu finden.
| Farbe | Ladestand |
|---|---|
| Grün | 75% – 100% |
| Grün blinkend | 50% – 75% |
| Rot | 25% – 50% |
| Rot blinkend | < 25% |
Die Lampe liegt zwar recht voluminös in der Hand, lässt sich jedoch trotzdem angenehm halten. Die breiten Kerben an den Flügeln bieten selbst bei feuchten Bedingungen eine gute Griffsicherheit. Auch im Dunkeln ist der Taster leicht zu finden und die Steuerung über den Drehschalter gelingt mühelos.
Mit den ausklappbaren Flügeln ist die Lampe auch für den stationären Einsatz konzipiert. Ein kleines Stativ oder eine kleine Platte zum Festschrauben verbessern die Standsicherheit, wenn der Magnet nicht genutzt werden kann. Bei der Verwendung als Arbeitslampe wären drehbare Flügel praktisch.
Lichtbild
Auf der Vorderseite befinden sich hinter einer Glasscheibe mit magentafarbener Antireflexbeschichtung eine kaltweiße Luminus SFT-70 Gen 2 für das Spotlicht, eine Luminus SST-08-UV mit 365 nm sowie ein grüner Laser mit einer spezifizierten Leistung von ≤ 5 mW.
Das kaltweiße Spotlicht hat eine neutrale Färbung, zeigt bei niedriger Helligkeit jedoch einen leicht grünlichen Farbstich. Der Spot ist ein wenig wärmer als der Spill.
Die Oberfläche des Reflektors ist größtenteils glatt. Im Zentrum sind feine Ringe zu erkennen, möglicherweise um Artefakte im Lichtbild zu reduzieren. Eine ähnliche Struktur habe ich auch schon bei anderen Lampen gesehen.
Der Spot ist gleichmäßig ausgeleuchtet. In der Corona zeigen sich bei genauer Betrachtung schwache Blütenblätter – in der Praxis nicht von Bedeutung.
Mir gefällt das Lichtbild wirklich gut. Der Spot hat für einen universellen Einsatz genau die richtige Größe: nicht zu klein, aber auch nicht so groß, dass unnötig Reichweite verschenkt wird.
Das Flutlicht besteht je Flügel aus 32 warmweißen (3000 K) und 32 kaltweißen (6000 K) LEDs – insgesamt also 128 LEDs! Dadurch verteilt sich das Licht gleichmäßig auf eine große Fläche, wodurch harte Schlagschatten reduziert werden. Durch die breite Abstrahlung eignet sich das Flutlicht ideal für den Nahbereich, beispielsweise beim Lesen oder beim Arbeiten, wenn ein größerer Bereich gleichmäßig ausgeleuchtet werden soll.
UV-Licht ist ein spannendes Thema, schließlich kann es mit dem menschlichen Auge nicht direkt gesehen werden, sondern nur durch die Fluoreszenz angestrahlter Objekte. Es wird in drei Bereiche eingeteilt, von denen bei Taschenlampen jedoch nur UV-A relevant ist. Vor allem günstige UV-Lampen verwenden LEDs mit einer recht langen Wellenlänge um 400 nm mit einem hohen Anteil sichtbaren Lichts. Dadurch wird der Effekt der Fluoreszenz zu einem gewissen Teil überlagert.
Bessere UV-Lampen verwenden LEDs mit einer Wellenlänge von 365 nm, so auch die Wurkkos HD02. In diesem Bereich fluoreszieren viele Mineralien, Sicherheitsmerkmale von Geldscheinen und Ausweisen oder „organische Rückstände“ im Bad und auf dem Teppich. Auch diese LEDs haben einen kleinen Anteil sichtbaren Lichts, das sich mit einem ZWB2-Filter eliminieren lässt (in der HD02 allerdings nicht verbaut).
In der Praxis setze ich UV-Licht beispielsweise ein, um den gleichmäßigen Auftrag bestimmter Schmierstoffe mit UV-Indikator zu prüfen. Auch viele Arten von Schmutz (Flecken, Waschmittelreste, Hausstaub) lassen sich gut erkennen. Beim Geocaching gibt es gelegentlich Aufgaben, bei denen UV-Licht benötigt wird. Ganz allgemein lässt es die Umgebung im wahrsten Sinne des Wortes in einem anderen Licht sehen und eröffnet dadurch faszinierende, völlig neue Perspektiven. Hier ein Beispiel, wie sich die Welt unter UV-Licht zeigt:
In der HD02 konzentriert sich das UV-Licht hauptsächlich auf einen sehr engen Spot, sogar enger als beim Spotlicht. So wird beispielsweise die Fläche einer A4-Seite erst ab einer Entfernung von zwei Metern komplett ausgeleuchtet. Dadurch ist das UV-Licht eher für mittelgroße Entfernungen geeignet (etwa bei der Suche nach UV-Hinweisen beim Geocaching oder der Prüfung von Rohrleitungen auf Leckagen).
Für kürzere Entfernungen lässt sich zumindest die Helligkeit um eine Stufe reduzieren. Der ausgeleuchtete Bereich bleibt zwar klein, dafür wird man nicht mehr so leicht geblendet. Der schwache Spill hilft dann natürlich noch weniger.
Beim grünen Laser handelt es sich um ein Produkt der Klasse 3R mit einer Ausgangsleistung unter 5 mW und einer spezifizierten Wellenlänge von 520 nm. In den meisten Fällen ist mir der Laser etwas zu hell. Zudem besteht bei unsachgemäßem oder unvorsichtigem Gebrauch die Gefahr einer Augenschädigung.
Treiber und Laufzeit
Laut Hersteller kommt in der HD02 ein Boost-Treiber zum Einsatz, der unabhängig vom Ladestand des Akkus eine überwiegend gleichbleibende Ausgangsleistung ermöglicht.
| Modus | Helligkeit¹ | Laufzeit¹ | Intensität¹ (Reichweite²) | |
|---|---|---|---|---|
| Spot Turbo | 3200 / 1000 lm | 60 s + 1:45 h | 27 175 cd | (330 m) |
| Spot Low | 10 lm | 140 h | 125 cd | (22 m) |
| Flood Turbo³ | 300 lm 250 lm | 4 h | 130 cd 105 cd | (23 m) (20 m) |
| Flood Low | 5 lm | 140 h | ||
| UV High | 3 W | 5 h | ||
| UV Low | 0,8 W | 15 h | ||
Da es keine festen Stufen gibt, habe ich die Laufzeit lediglich für die maximale Helligkeit gemessen. Beim Spot passen die Ergebnisse fast perfekt zu den Herstellerangaben. Wenn die Helligkeit nach knapp einer Minute automatisch reduziert wird, erreicht die Temperatur bei leichter Kühlung lediglich 35 °C und steigt auch im späteren Verlauf nur auf moderate 38 °C an.
Beim Flutlicht steht die maximale Helligkeit für fast die gesamte Laufzeit zur Verfügung. Werden beide Flügel genutzt, verdoppelt sich die Helligkeit, während sich die Laufzeit halbiert. Die Flügel erreichen bei voller Leistung eine Temperatur von 35 °C. Damit ist das Flutlicht gut für den Dauerbetrieb geeignet.
Auch das UV-Licht zeigt eine sehr konstante Regelung. Die volle Helligkeit wird fast fünf Stunden lang durchgehend gehalten und entspricht damit in etwa den Herstellerangaben. Die Erwärmung ist in diesem Fall zu vernachlässigen.
Leider ist es mir bislang noch nicht gelungen, den Strombedarf dieser Lampe zu messen. Sobald ich den Akku und das Gehäuse mit einem Kabel überbrücke, schalten sich die Flutlicht-LEDs in den Flügeln ein. Vermutlich wurde der Magnet aus der Tailcap in der Firmware bei der Bewertung des Magnetfeldes berücksichtigt. Ein zusätzlicher Magnet am Akku verhindert zwar das Einschalten des Flutlichts, beeinträchtigt jedoch die Strommessung.
Auch wenn ich die genaue Spannung nicht bestimmen konnte, lässt sich durch die Laufzeitmessungen sagen, dass sich die Lampe bei einem leeren Akku abschaltet, um eine Tiefentladung zu verhindern.
Während die Helligkeit beim Spotlicht ohne PWM geregelt wird, lässt sich mit dem Oszilloskop beim UV-Licht PWM mit 23 kHz feststellen, was für das Auge allerdings nicht zu erkennen ist. Beim Flutlicht wird zwar kein PWM verwendet, allerdings werden die beiden Kanäle für die verschiedenen Farbtemperaturen gemultiplext, also bei hoher Frequenz (ebenfalls 23 kHz) abwechselnd betrieben.
Fazit
Mit der HD02 hat Wurkkos erneut eine gelungene Taschenlampe auf den Markt gebracht. Sie bietet ein leistungsstarkes Spotlicht sowie UV-Licht und einen grünen Laser. Das eigentliche Highlight sind jedoch die beiden ausklappbaren Flügel, die für ein gleichmäßiges Flutlicht mit einstellbarer Farbtemperatur sorgen.
Auch das Bedienkonzept überzeugt: Beim Aufklappen der Flügel schaltet sich das Flutlicht automatisch ein. Über einen Drehschalter lässt sich bequem zwischen Spotlicht, UV-Licht und Laser wechseln. Dank Magnet und Stativgewinde kann die Lampe flexibel befestigt werden. Und im Notfall lässt sie sich über den USB-Anschluss sogar als Powerbank nutzen.
Die Lampe wurde mir vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ich habe keine weitere Vergütung erhalten und das Review stellt meine eigene Meinung dar.