19 April 2026 20:01

Wuben X1 Pro

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Nicht im Dunkeln stehen – die neue Wuben X1 Pro zeigt, dass auch in eine Jackentasche richtig viel Licht passt. Sie lässt dem Nutzer die Wahl zwischen weit reichendem Spotlicht, breitem Flutlicht oder einer Kombination aus beidem.

Eine aktive Kühlung mittels Lüfter verlängert den Dauerbetrieb bei hoher Helligkeit. Die Akkus können leicht gewechselt werden und für den Notfall kann man sie auch als Powerbank verwenden.

Lieferumfang und Hardware

Die X1 Pro wird in einem festen Karton geliefert. Kleine Schachteln mit dem Zubehör sorgen für Ordnung. Der Stativadapter kam in einer separaten Verpackung und dürfte daher nicht zum üblichen Lieferumfang gehören. Es gibt auch eine Fahrradhalterung, die ich jedoch nicht erhalten habe.

  • 2× Wuben „ABD4800“ 21700 Li-Ion Akku (4800 mAh, geschützt, bei Lieferung 3,82 V)
  • Kombinierte Handschlaufe und Ladekabel
  • Ersatzschrauben für Lüfter (4 Stück)
  • Gürtelholster („Blet Holster“)
  • Bedienungsanleitung (EN, CN, DE, ES, PT, PL, JP)
  • Stativadapter mit vier Schrauben (optional)

Die mehrsprachige Anleitung enthält neben farbigen Diagrammen auch eine Textbeschreibung der Funktionen sowie eine Tabelle mit den technischen Eigenschaften.

Auffällig ist die Handschlaufe, bei der es sich gleichzeitig um ein USB-C Ladekabel handelt. Durch Zusammendrücken der beiden Clips lässt sich das Kabel aus der Kappe entnehmen, wobei diese an der Lampe verbleibt. Ein praktisches Accessoire, da man somit immer ein Ladekabel zur Hand hat. Durch das Kabel ist die Handschlaufe allerdings recht steif.

Erhältlich ist die Lampe in Schwarz sowie in Weiß mit schwarzen Akzenten. Das Gehäuse besteht komplett aus Aluminium und wird durch diverse Schrauben zusammengehalten.

Durch die flache, kantige Form hebt sich das Design der X1 Pro deutlich von „klassischen“ zylinderförmigen Lampen ab. Die Kanten sind in verschiedenen Richtungen abgeschrägt und hervorragend entgratet.

Mit 373 g ist die X1 Pro kein Leichtgewicht. In der Jackentasche lässt sich die Lampe bequem tragen, als EDC für die Hosentasche ist sie jedoch weniger geeignet (obwohl sie auch dort noch problemlos hinein passt). Berücksichtigt man hingegen die Leistung dieser Lampe, wirkt sie auf einmal deutlich kompakter.

Größe & Gewicht
Länge: 138 mm
Breite: 47 – 59 mm
Dicke: 28 mm
Gewicht (ohne Akku): 232 g
Gewicht (2× 21700 Akku): 141 g
Gewicht (gesamt): 373 g

In meiner Sammlung habe ich zwei Lampen in ähnlicher Bauweise, die jedoch auf die Nutzung von 18650-Akkus ausgelegt und daher kleiner als die X1 Pro mit ihren 21700-Akkus sind. Bei der Leistung liegt die X1 Pro aber deutlich vorne.

Loop Gear SK05 Pro | Wuben X1 Pro | Nitecore EDC37 Loop Gear SK05 Pro | Wuben X1 Pro | Nitecore EDC37

An der schmalen Seite sind der Ladeanschluss, ein Taster und die Verriegelung der Akkuklappe zu finden. Im Bereich des Tasters lässt sich auch die Ansaugöffnung für die Kühlung erkennen.

Drei lange Kerben auf der flachen Oberseite lockern das Design etwas auf und geben der Fläche ein wenig Tiefe. Im vorderen Bereich ist der Schalter für die Kanalwahl zu sehen.

Auf der Akkuklappe am Heck befinden sich verschiedene Konformitätskennzeichnungen, die Seriennummer und Angaben zur Kapazität der mitgelieferten Akkus (möglicherweise relevant bei Flugreisen).

Die Verarbeitung macht auf mich einen hervorragenden Eindruck. Alles wirkt solide, viele Teile werden durch Schrauben zusammengehalten und die Kanten sind hervorragend entgratet. Nur die Abdeckung des Ladeanschlusses passt nicht ganz in das hochwertige Erscheinungsbild.

Bei diesem Modell erreicht die Schutzart lediglich IP65, also „Schutz gegen Strahlwasser“. Dies dürfte in erster Linie dem relativ ungeschütztem Lüfter geschuldet sein. In der Praxis bedeutet das, dass die Lampe zwar mit Regen zurecht kommen dürfte, aber besser nicht in eine Pfütze fallen sollte.

Befestigung

Am hinteren Ende befindet sich eine Öse zur Befestigung einer Handschlaufe oder Fangleine. Dank des großzügigen Durchmessers von 4 mm lassen sich auch dickere Schnüre problemlos durch das Loch fädeln.

Optional ist eine Adapterplatte erhältlich, die mit zwei Schrauben auf der Rückseite der Lampe befestigt wird. Sie dient zum einen der Befestigung an einem (ebenfalls optional erhältlichen) Fahrradhalter. Darüber hinaus verfügt sie über ein 1/4" UNC Stativgewinde.

Mit diesem Adapter lässt sich die X1 Pro stationär auf einem Stativ oder wie in diesem Fall an einem „Magic Arm“ befestigen und somit präzise ausrichten.

Einen Gürtelclip gibt es nicht, dafür jedoch ein Gürtelholster (auch „Blet Holster“ genannt). Die Lampe wird durch eine elastische Schlaufe gezogen und mit einem Klettband fixiert – ein Vorgang, der beide Hände und ein wenig Geschick erfordert. Die Form des Clips sorgt dafür, dass sich die Lampe nicht versehentlich vom Gürtel lösen kann. Für ein bequemeres Tragen oder die Nutzung am Gürtel lässt sich der Clip in acht Stufen drehen. Auffällig ist ein starker, chemischer Geruch, der vom Holster ausgeht.

Insgesamt wirkt das Holster etwas sperrig und unpraktisch. Ein schlichter Metallclip ließe sich problemlos über die beiden Schrauben auf der Rückseite montieren. Als Alternative würde sich auch ein Hartschalen-Holster anbieten.

Kühlung

Auch bei modernen LEDs wird bei hoher Leistung viel Wärme erzeugt. Um diese Wärme abzuführen und eine dauerhaft hohe Helligkeit zu ermöglichen, verfügt die X1 Pro über ein ausgeklügeltes Kühlkonzept.

Durch einen Lüfter im Kopf der Lampe wird auf einer Seite Luft angesaugt, durch Kühlrippen geleitet und auf der anderen Seite wieder ausgestoßen. Der Luftstrom fühlt sich zwar schwach an, wirkt sich allerdings deutlich auf die Kühlleistung der Lampe aus.

Nach dem Lösen von vier kleinen T4-Schrauben lässt sich der 20 × 20 × 6 mm große Lüfter zur Wartung und Reinigung leicht entnehmen. Die elektrische Verbindung wird über zwei kleine Federkontaktstifte hergestellt.

Der Lüfter wird nur durch einen Streifen Schaumstoff in der Fassung gehalten und ist mit den beiden Kabeln an eine Platine gelötet. Dadurch lässt er sich bei einem Defekt relativ einfach auswechseln.

Eine aktive Kühlung bringt jedoch auch Nachteile mit sich: Schmutz und Feuchtigkeit können in den Lüfter eindringen und ihn beschädigen. Zudem erzeugt er ein Geräusch – nicht besonders laut, aber in ruhiger Umgebung durchaus wahrnehmbar.

Stromversorgung

Die Stromversorgung erfolgt über zwei Li-Ion-Akkus der Größe 21700. Eine Klappe am Ende der Lampe ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Wechsel der Akkus. Die Verriegelung ist mit einem Sicherungsschalter ausgestattet, der ein unbeabsichtigtes Öffnen verhindert.

Die beiden Akkus sind in Reihe geschaltet und sollten daher identische Eigenschaften aufweisen sowie stets als festes Paar verwendet werden. Ein Mittelkontakt ermöglicht ein Balancing der Zellen beim Laden.

Am negativen Pol ist jeweils eine Feder verbaut. Der positive Pol ist hingegen als flacher, leicht vertieft liegender Metallkontakt ausgeführt und von einem Kunststoffeinsatz umgeben, sodass ausschließlich Button-Top-Akkus verwendet werden können. Dies dient als mechanischer Verpolungsschutz. Mitgeliefert werden Akkus mit Schutzelektronik – ungeschützte Akkus könnten zu kurz für die Lampe sein und keinen zuverlässigen Kontakt herstellen.

Über einen integrierten USB-C Anschluss können die Akkus direkt in der Lampe geladen werden. Zwar funktioniert das Laden auch mit einem einfachen 5 V Netzteil, dauert mit über fünf Stunden aber recht lange. Deutlich schneller geht es mit einem leistungsstarken PD-Netzteil: In meinem Test war der Ladevorgang bei 20 V mit bis zu 28 W schon nach 2:20 h abgeschlossen.

Der Ladefortschritt wird über eine LED im Taster signalisiert, die bei Abschluss von Rot auf Blau wechselt. Genau genommen wechselt sie schon kurze Zeit vorher auf Blau – möglicherweise erfolgt im Anschluss lediglich noch ein Balancing. Während des Ladevorgangs kann die Lampe in den beiden niedrigsten Stufen genutzt werden.

Eine Silikonabdeckung schützt den Ladeanschluss vor Wasser und Schmutz. Leider ist die Abdeckung ungünstig platziert und öffnet sich leicht unbeabsichtigt, besonders bei Nutzung des Tasters. Das Risiko lässt sich reduzieren und der Komfort verbessern, indem die kleine Lasche abgeschnitten wird, welche das Öffnen erleichtern soll.

Über den USB-C Anschluss lässt sich die X1 Pro auch als Powerbank nutzen, sogar mit Unterstützung von PD für schnelles Laden. Bei einer Gesamtakkukapazität von knapp über 35 Wh ist diese Funktion mehr als nur eine Spielerei.

Bedienung und Handhabung

Die Bedienung der X1 Pro erfolgt hauptsächlich über einen Taster seitlich am Kopf. Mit ihm wird die Lampe ein- und ausgeschaltet oder die Helligkeit geändert. Durch die exponierte Lage, einen kurzen Schaltweg und relativ geringen Kraftaufwand besteht ein gewisses Risiko, dass er versehentlich betätigt wird. Gleichzeitig ist er durch die glatte und flache Oberfläche schlecht zu erfühlen, was die Bedienung erschweren kann.

Der Wechsel zwischen Spot-, Flutlicht oder einer Kombination beider Kanäle geschieht über einen Schiebeschalter an der breiten Seite des Lampenkopfes. Dieser rastet in allen drei Positionen definiert ein. Er arbeitet mittels Hall-Sensoren, sodass ein starker Magnet seine Funktion vorübergehend beeinträchtigen kann.

Das UI der Lampe ist einfach und sinnvoll aufgebaut. Sowohl auf die niedrigste als auch auf die höchste Helligkeitsstufe kann direkt zugegriffen werden. Die zuletzt genutzte Helligkeit wird (bis auf den Turbo) gespeichert. Ein Wechsel des Kanals hat keinen Einfluss auf den aktiven Modus oder die gewählte Helligkeitsstufe.

ZustandAktionFunktion
Aus1 KlickEinschalten (zuletzt genutzte Helligkeit außer Turbo)
2 KlicksTurbo
3 KlicksStrobe
4 KlicksSperren
5 KlicksLüfter ein- oder ausschalten
HaltenEco
Ein1 KlickAusschalten
2 KlicksTurbo
3 KlicksStrobe
5 KlicksLüfter ein- oder ausschalten
HaltenHelligkeit ändern (Eco → Low → Med → High)
Turbo1 KlickAusschalten
2 KlicksVorherige Helligkeit
3 KlicksStrobe
5 KlicksLüfter ein- oder ausschalten
HaltenEco
Strobe1 KlickVorherige Helligkeit oder ausschalten
2 KlicksTurbo
3 KlicksZwischen Strobe und SOS wechseln
5 KlicksLüfter ein- oder ausschalten
Lockout4 KlicksEntsperren und in Eco einschalten

Durch schnelles, fünfmaliges Drücken des Tasters lässt sich der Lüfter jederzeit – auch bei ausgeschalteter Lampe – für fünf Minuten aktivieren. Auf die gleiche Weise lässt er sich auch wieder ausschalten, sofern die Lampe nicht zu heiß ist.

Beim Strobe wechselt die Frequenz etwa alle zwei Sekunden zwischen 9 und 14 Hz. Sowohl beim Strobe als auch beim SOS wird die Wahl des Kanals berücksichtigt.

Das Sperren der Lampe wird durch dreimaliges, helles Blinken quittiert, was in dunkler Umgebung störend sein kann. Bei anschließender Betätigung des Tasters blinkt lediglich die Status-LED. Schön wäre ein Momentanlicht auf niedrigster Stufe bei gesperrter Lampe.

Nach dem Einschalten zeigt eine Status-LED im Taster für fünf Sekunden den ungefähren Ladestand des Akkus an. Bei kritischer Akkuspannung blinkt die LED bei eingeschalteter Lampe periodisch in Rot.

FarbeLadestand
Blau90% – 100%
Blau blinkend40% – 90%
Rot15% – 40%
Rot blinkend< 15%

Für Nutzer mit kleineren Händen könnte die X1 Pro etwas unkomfortabel in der Handhabung sein. Spätestens ab Handschuhgröße 8 sollte sich die Lampe jedoch gut greifen lassen. Auch das Erreichen der Schalter sollte dann mühelos gelingen. Durch die leichte Taille liegt die Lampe zuverlässig in der Hand, fühlt sich ansonsten aber etwas glatt an. Vielleicht versuche ich es einmal mit selbstklebendem Antirutschbelag in manchen Bereichen.

Lichtbild

Das Licht wird von insgesamt fünf Cree XHP50.3 LEDs erzeugt: vier für das Flutlicht und eine für das Spotlicht. Für das Flutlicht kommt die „High Density“ (HD) Version mit Dome zum Einsatz, beim Spotlicht wird die Variante „High Intensity“ (HI) ohne Dome verwendet. Der Dome hat Einfluss auf die Effizienz einer LED, da er den Übergang zwischen LED und Luft optisch verbessert. Gleichzeitig ändert sich das Abstrahlverhalten der LED, wodurch sie etwas flutiger wird.

Alle fünf LEDs produzieren ein kaltweißes Licht mit geringer Farbwiedergabe. Das Zentrum ist jeweils minimal wärmer als der Spill.

Die Oberfläche der beiden Reflektoren ist teilweise glatt, teilweise jedoch mit feinen Ringen versehen. Beim Spotlicht befinden sich diese Ringe im Zentrum, beim Flutlicht hingegen im äußeren Bereich. Vermutlich dienen sie dazu, Artefakte im Lichtbild zu reduzieren. Eine ähnliche Struktur habe ich auch schon bei anderen Lampen gesehen. Die Reflektoren werden durch eine Glasscheibe mit magentafarbener Antireflexbeschichtung geschützt.

Das Lichtbild entspricht ganz den Erwartungen: Das Spotlicht erzeugt einen engen, relativ scharf abgegrenzten Spot, der von einer leichten Corona und einem recht hellen Spill umgeben ist. Das Flutlicht lässt sich als mittenbetont beschreiben. Der Spot, sofern man ihn noch so bezeichnen kann, ist breit und diffus und die Helligkeit nimmt zum Rand hin allmählich ab. Die Mischung aus beiden Kanälen stellt einen guten Kompromiss dar, wenn man sich nicht für einen Kanal entscheiden kann.

Welcher Kanal besser geeignet ist, hängt von der jeweiligen Situation ab. Das Spotlicht bietet eine größere Reichweite, wobei der Spill den Nahbereich angemessen ausleuchtet ohne zu blenden. Soll hingegen nur die nähere Umgebung ausgeleuchtet werden, ist das Flutlicht deutlich besser geeignet, da es eine gleichmäßigere und breitere Ausleuchtung ermöglicht.

Treiber und Laufzeit

Beworben wir die X1 Pro mit einer Helligkeit von 12300 lm. Im Dauerbetrieb soll sie zudem 3000 lm halten können. Für eine Taschenlampe dieser Größe wäre das eine beachtliche Leistung.

¹ Herstellerangabe      ² Nach ANSI FL1      ³ Messung
ModusHelligkeit¹Laufzeit¹Intensität¹ (Reichweite²)Strom³
Spot » Turbo 3650 / 2000 / 1200 lm 1 + 1 + 222 min 5,07 A
Spot » High 1200 lm 4 h 1,06 A
Spot » Med 500 lm 11 h 0,37 A
Spot » Low 200 lm 28 h 0,15 A
Spot » Eco 10 lm 455 h 0,01 A
Mix » Turbo 12300 / 5000 / 3000 lm 1 + 1 + 102 min 42025 cd (410 m) 14,50 A
Mix » High 3000 lm 1,8 min 2,49 A
Mix » Med 1000 lm 5,5 h 0,74 A
Mix » Low 400 lm 14 h 0,29 A
Mix » Eco 20 lm 220 h 0,02 A
Flood » Turbo 8650 / 3000 / 1800 lm 1 s + 1 + 168 min 11,00 A
Flood » High 1800 lm 3,1 h 1,37 A
Flood » Med 500 lm 11 h 0,36 A
Flood » Low 200 lm 28 h 0,15 A
Flood » Eco 10 lm 365 h 0,01 A
Lüfter 45 mA
Aus 36 µA

Im Laufzeittest zeigt sich jedoch, dass dieses Versprechen im Turbo-Modus nicht eingehalten wird. Die Helligkeit nimmt praktisch von Beginn an knapp zwei Minuten lang kontinuierlich ab. Dies betrifft alle Kanäle gleichermaßen. Unter der Annahme, dass die Helligkeit im weiteren Verlauf den Herstellerangaben von 3000 lm entspricht, werden im Turbo eher 9000 – 10000 lm statt 12300 lm erreicht.

Nach der anfänglichen Reduktion wird die Helligkeit erfreulicherweise fast bis zum Ende konstant gehalten. Ein Dauerbetrieb von 3000 lm scheint somit also möglich zu sein.

In den folgenden drei Diagrammen ist der Helligkeitsverlauf der drei höchsten Stufen für Mix, Flutlicht und Spotlicht dargestellt. In der Stufe High bleibt die Helligkeit von Beginn an konstant und entspricht dem späteren Verlauf des Turbos. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Stufen besteht somit in den ersten ein bis zwei Minuten.

Im Turbo steigt die Temperatur innerhalb kurzer Zeit auf bis zu 50 °C an. Nach etwa 15 bis 30 Sekunden schaltet sich der Lüfter automatisch ein, um die Lampe zu kühlen.

Auf High wird deutlich weniger Wärme erzeugt, sodass sich der Lüfter erst nach rund viereinhalb Minuten aktiviert. Der Zeitpunkt ist deutlich im Temperaturverlauf zu erkennen.

Zusätzliche Kühlung scheint keinen Einfluss auf den Helligkeitsverlauf zu haben. In beiden Fällen wird die Helligkeit gleich schnell reduziert und auf einem identischen Niveau gehalten. Auch die Laufzeit ist nahezu gleich. Im Temperaturverlauf zeigt sich hingegen ein deutlicher Unterschied. Der Einfluss des integrierten Lüfters ist im Test mit zusätzlicher Kühlung gut zu erkennen, wenn er sich gegen Ende abschaltet.

Die Wärme konzentriert sich hauptsächlich auf den Kopf der Lampe. Unter voller Last sollte man ihn besser nicht berühren, um Verbrennungen zu vermeiden.

Wärmebilder mit Zoyi ZT-R02

Alle Helligkeitsstufen werden ohne PWM geregelt. Jedoch lässt sich mit dem Oszilloskop je nach Stufe eine unterschiedlich starke Restwelligkeit messen. Die Frequenz beträgt 20 bis 30 kHz und ist somit für das menschliche Auge nicht zu erkennen.

Der Regler scheint teilweise nicht sehr stabil zu laufen. Beispielsweise fällt die Stärke der Restwelligkeit auf Stufe Low des Spotlichts kurze Zeit nach dem Einschalten schlagartig ab. Auch dieser Effekt ist für das menschliche Auge nicht zu sehen.

Wechselt man im Flutlicht von Turbo zu Eco, dauert es rund eine Sekunde, bis sich die Helligkeit stabilisiert hat. Der Effekt ist auch akustisch wahrnehmbar, da der Treiber auf Stufe Eco ein leises Fiepen verursacht.

Zur Art des Treibers macht der Hersteller keine genauen Angaben. Dem Verhalten nach handelt es sich vermutlich um einen Buck-Regler: eine Eingangsspannung von bis zu 8,4 V durch zwei Akkus in Reihe, eine leichte Restwelligkeit mit hoher Frequenz und eine konstant geregelte Helligkeit, die nur am Ende und im Turbo abfällt.

Sobald die Akkus eine Spannung von etwa 5,6 V – also 2,8 V pro Zelle – unterschreiten, schaltet sich die Lampe automatisch ab, um eine Tiefentladung der Akkus zu verhindern. Bei meinen Tests hatte ich den Mittelkontakt nicht verbunden. Daher kann ich nicht beurteilen, ob eine Überwachung der einzelnen Akkuzellen erfolgt.

Fazit

Mehr Licht aus einer Lampe dieser Größe habe ich noch nicht gesehen. Dank der flachen Bauform passt die Wuben X1 Pro problemlos in eine Jackentasche. Mit Spotlicht, Flutlicht oder einer Kombination aus beidem lässt sich das Licht flexibel an jede Situation anpassen. Eine aktive Lüfterkühlung ermöglicht zudem einen längeren Betrieb bei hoher Helligkeit. Die Akkus können entweder direkt in der Lampe über USB-C geladen oder bei Bedarf schnell gewechselt werden.

Allerdings wird die angegebene Helligkeit von 12300 lm nicht ganz erreicht und sinkt zudem in den ersten Sekunden deutlich ab. Anschließend werden jedoch 3000 Lumen über etwa 1,5 Stunden konstant gehalten. Bei intensiver Nutzung könnte sich der Lüfter als anfällig für Verschmutzung oder Beschädigung erweisen, lässt sich bei Bedarf jedoch recht einfach austauschen.

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Die Lampe wurde mir vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ich habe keine weitere Vergütung erhalten und das Review stellt meine eigene Meinung dar.

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