Enova Gyrfalcon All-88 Pro
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Wer regelmäßig mit vielen Akkus arbeitet kennt das Problem: Schnell wird das Laden zur Qual. Ständig müssen Akkus im Ladegerät gewechselt oder Einstellungen angepasst werden. Das neue Gyrfalcon All-88 Pro hilft dabei, das Laden angenehmer zu gestalten.
Dank der intelligenten Automatik wählt das Gerät selbstständig die passenden Ladeparameter. Erfahrene Nutzer können alternativ sämtliche Einstellungen manuell vornehmen, um die volle Kontrolle zu behalten. Mit acht Ladeschächten lassen sich auch größere Mengen von Akkus komfortabel laden.
Übersicht und Spezifikationen
Neben dem Ladegerät befinden sich noch eine Bedienungsanleitung sowie ein spezielles USB-Kabel zur Stromversorgung im Karton. Für den Betrieb ist ein 65 W USB-Netzteil erforderlich, dass sich als Zubehör optional mitbestellen lässt.
Die Bedienungsanleitung auf Deutsch und Englisch enthält neben umfangreichen Sicherheitshinweisen und Spezifikationen eine „Schnellstartanleitung“, welche die Bedienung in kompakter Form erklärt.
Das All-88 Pro präsentiert sich in einem flachen, dezent geschwungenen Design. Im oberen Drittel befinden sich die Bildschirme und Tasten, der Bereich darunter wird von den Ladeschächten eingenommen. Die Abmessungen betragen 245 × 155 × 33 mm und ohne Netzteil wiegt das Gerät 467 g. Es macht haptisch einen guten Eindruck und fühlt sich robust an.
Großzügig dimensionierte Lüftungsgitter an den Seiten und auf der Unterseite ermöglichen einen Luftaustausch, um die Elektronik zu kühlen. Die Kühlung erfolgt dabei vollständig passiv und kommt ohne Lüfter aus. Vier große Gummifüße sorgen für einen zuverlässigen Stand ohne zu verrutschen.
Auf der linken Seite befindet sich eine 5,5 mm Hohlsteckerbuchse für die Stromversorgung des Geräts. Wurde in der Produktbeschreibung nicht auch etwas von USB-C erwähnt?
Für den Betrieb mit einem USB-Netzteil ist das mitgelieferte Spezialkabel (oder ein vergleichbares Modell) erforderlich. Es verfügt auf der einen Seite über einen 5,5 mm Hohlstecker, auf der anderen über einen USB-C Stecker und enthält einen 20 V USB-PD Trigger-Chip. Meiner Beobachtung nach scheint es sinnvoll zu sein, das Kabel immer erst mit dem Ladegerät und anschließend mit dem Netzteil zu verbinden. Andernfalls können durch den Einschaltstrom kurzzeitig Funken entstehen.
USB-C ist heutzutage allgegenwärtig. Daher ist für mich nicht nachvollziehbar, warum kein entsprechender Anschluss direkt in das Ladegerät integriert wurde. Andere Hersteller schaffen es ebenfalls, etwa XTAR mit dem VC8S (auch mit acht Ladeschächten). Als Nachrüstlösung für ein älteres Gerät mag so ein Kabel sinnvoll sein, für ein neu eingeführtes Modell wirkt diese Umsetzung jedoch wenig überzeugend.
Damit dieses Kabel funktioniert, muss das USB-Netzteil natürlich USB-PD mit 20 V unterstützen. Das optional vom Hersteller erhältliche Netzteil liefert bei 20 V noch 3,25 A (65 W) und besitzt neben dem USB-C Anschluss auch noch eine USB A Buchse.
Theoretisch würde das All-88 Pro auch mit anderen Netzteilen arbeiten, die 20 V und eine entsprechende Leistung liefern – man ist also nicht zwingend auf das Spezialkabel und USB-C angewiesen. Offiziell ist vom Hersteller aber kein passendes Netzteil erhältlich.
Die positiven Kontakte sind flach und können bei manchen Akkus mit besonders tief liegendem Pol Kontaktprobleme verursachen. Im Notfall lässt sich der Kontakt zwar mithilfe eines kleinen Magneten herstellen, allerdings besteht dabei ein erhöhtes Risiko für Kurzschlüsse.
Besser sind die negativen Kontakte gelöst, die über eine kleine Erhebung verfügen. Dünne Akkus müssen gegebenenfalls etwas angehoben werden, um einen guten Kontakt zu gewährleisten.
Die Schlitten sind recht stramm und laufen zum Teil etwas kratzend. In der Praxis ist es meist einfacher, sie zunächst mit einem Finger zurückzuziehen und anschließend den Akku einzulegen.
Unterstützt werden zylindrische Akkus mit einer Länge von 31 bis 72 mm und einem Durchmesser von bis zu 27 mm. Dickere Akkus passen nur, wenn der benachbarte Schacht frei bleibt.
Für geschützte 21700 Akkus sind die Schächte leider um wenige Millimeter zu kurz. Selbst manche Button-Top-Akkus passen nicht hinein. Dabei bietet das Gehäuse genügend Platz für längere Schächte, ohne die Außenmaße des Geräts zu erhöhen.
Folgende Akkutypen können mit dem All-88 Pro geladen werden:
- NiMH
- NiCd
- Li-Ion
- Li-Ion HV
- LiFePO₄
- 1,5 V Li-Ion
Dabei lässt sich der Ladestrom von 0,1 bis 2,0 A in feinen Schritten von 10 mA einstellen. Bei einem entsprechend leistungsstarken Netzteil können alle acht Schächte gleichzeitig mit jeweils 2 A betrieben werden.
Bedienung
Jeder der acht Ladeschächte verfügt über ein eigenes Display, welches alle relevanten Informationen über den aktuellen Vorgang beinhaltet. Je nach gewählter Funktion werden unterschiedliche Elemente angezeigt.
Die Steuerung des Geräts erfolgt über insgesamt zehn kapazitive, berührungsempfindliche Tasten. Jede Betätigung wird mit einem Piepen quittiert, ein haptisches Feedback erhält der Nutzer hingegen nicht. Die Tasten lassen sich nicht erfühlen und schnell hat man sie versehentlich berührt, beispielsweise beim Einsetzen der Akkus. Dies macht die Nutzung bei Dunkelheit oder einer Sehbeeinträchtigung zu einer Herausforderung.
Bei der Bedienung muss grundsätzlich zwischen zwei Betriebsarten unterschieden werden:
Im Normal Mode trifft das Ladegerät alle Einstellungen automatisch, inklusive der Erkennung des Akkutyps. „Automatikmodus“ wäre also die treffendere Bezeichnung für diese Betriebsart.
Erfahrene Nutzer können im Professional Mode sämtliche Einstellungen manuell vornehmen. Dies beinhaltet die Wahl des Akkutyps, der gewünschten Funktion, eines Ladestroms oder das Festlegen einer Zielspannung.
Um zwischen den beiden Betriebsarten zu wechseln, müssen die Ctrl- und Enter-Tasten gleichzeitig gedrückt werden. Es dürfen sich dabei keine Akkus im Ladegerät befinden.
Wird im Professional Mode ein Akku eingelegt, der nicht zum eingestellten Typ passt, zeigt das Ladegerät in einigen Fällen eine Warnung an. Diese Prüfung ist technisch jedoch nicht in allen Fällen möglich. Grundsätzlich sollte beim Starten eines Programms immer die korrekte Einstellung geprüft werden. Dies trifft natürlich auch auf die automatische Erkennung im Normal Mode zu.
Leider gibt es einen recht auffälligen, wenn auch rein kosmetischen Fehler: Nach Abschluss eines Programms wird im Display fälschlicherweise „deon“ statt „done“ angezeigt.
Im Normal Mode reicht es aus, den ersten Ladevorgang durch Halten der Enter-Taste zu starten. Alle weiteren Ladevorgänge beginnen automatisch, sobald ein Akku eingelegt wird. Die nachfolgende Beschreibung der Bedienung bezieht sich auf den Professional Mode.
Zum Ändern der Einstellungen wird zunächst die jeweilige Slot-Taste einen Moment lang gedrückt gehalten. Ein kurzer Druck der Enter-Taste wechselt zur nächsten Einstellung, ein langer Druck verlässt das Einstellungsmenü. Mit einem langen Druck der Ctrl-Taste lässt sich zum vorherigen Menüpunkt zurückkehren. Nach dem Einlegen eines Akkus wird der Ladevorgang durch Halten der Enter-Taste gestartet.
Da es keine separaten Tasten für „auf“ und „ab“ gibt, erfordert das Ändern der Werte eine gewisse Eingewöhnung. Ein kurzer Druck der jeweiligen Slot-Taste erhöht den aktuellen Wert, ein langer Druck ändert den Wert in größeren Schritten. Über einen kurzen Druck der Ctrl-Taste wird die Richtung umgekehrt und es erscheint ein kleines Minus-Symbol auf dem Bildschirm. Nach einiger Zeit lässt sich das Gerät zwar recht zügig bedienen, trotzdem hätte der Hersteller die Bedienung intuitiver gestalten können.
Mit einem kurzen Druck auf die Slot-Tasten kann die Bildschirmansicht gewechselt werden. Im Standby-Modus lassen sich die Parameter durchschalten. Ist ein Akku eingelegt, wird der Innenwiderstand angezeigt. Und während eines laufenden Programms kann mit der Taste zwischen Zeit- und Kapazitätsanzeige umgeschaltet werden.
Soll ein Li-Ion mit ausgelöster Schutzschalten geladen werden, wird er möglicherweise nicht direkt vom Ladegerät erkannt. Für diesen Fall gibt es eine Aktivierungsfunktion, wodurch der Ladeschacht für zwei Minuten mit einem geringen Strom versorgt wird. Die Funktion wird durch gleichzeitiges Drücken der Enter- mit der entsprechenden Slot-Taste gestartet und lässt sich durch Gedrückthalten der Ctrl-Taste abbrechen.
Einstellungen können auf andere Slots übertragen werden. Zunächst wird der Zielbereich durch gleichzeitiges Gedrückthalten der entsprechenden Slot-Tasten ausgewählt. Anschließend wählt man den Slot, dessen Einstellungen kopiert werden sollen.
Beim Einschalten des Geräts werden die zuletzt verwendeten Einstellungen wiederhergestellt. Kopierte Einstellungen lassen sich durch Gedrückthalten der Ctrl-Taste auf die manuell vorgenommenen Werte zurücksetzen. Dies ermöglicht eine Art Programmspeicher, indem jeder Slot anders konfiguriert und vor der Nutzung auf die anderen Slots kopiert wird.
Laden
Bei meinen Messungen lag der Schwerpunkt auf den Akkutypen NiMH und Li-Ion. Diese zählen zu den am weitesten verbreiteten Technologien und repräsentieren zugleich die zwei grundlegend unterschiedlichen Ladeverfahren: Konstantstrom mit OCV Messung bei NiMH und CC/CV bei Li-Ion.
Wer sich näher für meine Messmethoden und die Besonderheiten der einzelnen Ladeverfahren interessiert, kann einen Blick in mein Review zum Gyrfalcon S8000 werfen.
Während die Parameter im Normal Mode automatisch festgelegt werden (mehr dazu in einem späteren Abschnitt), können im Professional Mode folgende Parameter eingestellt werden. Die Werte lassen sich dabei mit einer Auflösung von 10 mV beziehungsweise 10 mA anpassen.
| NiMH | Li-Ion | LiFePO₄ | Li-Ion HV | 1,5 V Li-Ion | |
|---|---|---|---|---|---|
| Spannung | 1,00 – 1,70 V | 3,00 – 4,26 V | 2,50 – 3,70 V | 3,00 – 4,36 V | 4,85 V |
| Ladestrom | 0,100 – 2,000 A | 0,100 – 2,000 A | 0,100 – 2,000 A | 0,100 – 2,000 A | 2,000 A |
Bei Li-Ion Akkus zeigt das All-88 Pro ein perfektes CC/CV-Ladeverfahren wie aus dem Lehrbuch: Ein konstanter Strom bis zum Erreichen der Zielspannung und ein Terminierungsstrom von rund 10 % des Startwertes bzw. 80 mA. Die Zielspannung wird minimal überschritten, was für die Praxis aber ohne große Bedeutung ist. Für eine längere Lebenszeit der Akkus bietet es sich sowieso an, die Zielspannung ein wenig zu reduzieren (beispielsweise auf 4,10 V).
Auffällig ist eine kurze Stromspitze am Ende des Ladevorgangs. Dies ist mir auch bei anderen Programmen und Akkutypen aufgefallen. Möglicherweise wird am Ende noch einmal der Innenwiderstand des Akkus gemessen.
Auch bei NiMH-Akkus ist das Ladeverhalten überaus zufriedenstellend. Der Ladevorgang wird alle 20 Sekunden kurz unterbrochen, um die Leerlaufspannung der Akkus zu bestimmen. Die Terminierung lässt sich nicht einstellen, laut Handbuch kommt jedoch ein 0 dV/dt bzw. -dV/dt Verfahren zum Einsatz. Dies hat in meinen Tests gut funktioniert, sofern das Spannungslimit ausreichend hoch gewählt wurde.
1,5 V Li-Ion Akkus – also Li-Ion Akkus mit integriertem Spannungsregler – haben den Laderegler üblicherweise integriert und laden sich selbstständig, sobald an ihren Kontakten eine Spannung von etwa 5 V anliegt. Das All-88 Pro stellt hierfür eine feste Spannung von 4,85 V bei einem maximalen Strom von 2 A bereit.
Entladen
Im All-88 Pro können die Akkus mit bis zu 800 mA auf eine eingestellte Spannung entladen werden. Dabei wird die entladene Energiemenge auf dem Display angezeigt, worüber sich die Kapazität der Akkus bestimmen lässt. Einen speziellen Testmodus, bei dem der Akku zuvor und im Anschluss geladen wird, gibt es leider nicht.
| NiMH | Li-Ion | LiFePO₄ | Li-Ion HV | 1,5 V Li-Ion | |
|---|---|---|---|---|---|
| Spannung | 0,50 – 1,55 V | 2,50 – 4,35 V | 2,50 – 3,60 V | 2,50 – 4,35 V | 0,50 – 1,50 V |
| Entladestrom | 0,100 – 0,800 A | 0,100 – 0,800 A | 0,100 – 0,800 A | 0,100 – 0,800 A | 0,100 – 0,800 A |
Sowohl Li-Ion als auch NiMH-Akkus werden ordentlich entladen. Bei Erreichen der Zielspannung wird der Entladevorgang nicht abrupt abgebrochen, sondern der Ladestrom allmählich bis zum Erreichen eines Terminierungsstroms reduziert. Dadurch wird der Erholungseffekt der Akkus teilweise kompensiert.
Werden mehrere Li-Ion Akkus gleichzeitig entladen, fällt der Entladestrom jedoch schnell auf bis zu 250 mA pro Schacht ab. Durch die passive Kühlung hat das Gerät einfach nicht die Möglichkeit, mehr Wärme abzuführen. Die maximale Entladeleistung ist offenbar auf etwa 8 W begrenzt. Außerdem scheint es eine Temperaturüberwachung zu geben, durch welche die Leistung bei Bedarf weiter reduziert wird.
Wärmebilder mit Zoyi ZT-R02
Automatikmodus
Ein Automatikmodus steht vor zwei Herausforderungen: Zum einen muss der Akkutyp zuverlässig erkannt werden, um das passende Ladeverfahren auszuwählen. Dies erfolgt üblicherweise anhand definierter Spannungsbereiche, die für die jeweilige Chemie typisch sind.
Zum anderen ist ein geeigneter Ladestrom zu bestimmen. Viele Ladegeräte orientieren sich dabei am ermittelten Innenwiderstand des Akkus, was insbesondere bei Hochleistungszellen jedoch leicht zu einem zu hohen Ladestrom führen kann. Das All-88 Pro geht einen anderen Weg: Es beginnt mit einem niedrigen Ladestrom, der regelmäßig in Stufen erhöht wird, wenn ein Akku mit niedrigerer Kapazität ausgeschlossen werden kann.
Dieses Verfahren ist zwar schonend für die Akkus, sorgt allerdings für einen deutlich längeren Ladevorgang als bei einer manuellen Wahl der Parameter. Zum Vergleich: Wird der Akku aus dem vorherigen Test beispielsweise mit fest eingestellten 1,5 A geladen, ist der Ladevorgang schon nach drei statt nach fünf Stunden abgeschlossen.
Weitere Funktionen
Beim Einlegen eines Akkus wird automatisch dessen Innenwiderstand (Internal Resistance, IR) gemessen. Diese Information kann beispielsweise dazu verwendet werden, den Zustand und die Alterung eines Akkus zu bestimmen. Prinzipbedingt liefert dieses Verfahren jedoch nur Näherungswerte, da bereits der Kontaktwiderstand zu deutlichen Abweichungen führen kann. Für aussagekräftigere Ergebnisse wäre eine aufwendigere Vierleitermessung erforderlich. Dennoch liegen die gemessenen Werte in einem realistischen Bereich und decken ich ungefähr mit den Werten, die ich mit einem speziellen Messgerät ermittelt habe. Auch der 50 mΩ Widerstand für meine Messungen führt zu einer passenden Erhöhung des gemessenen Innenwiderstands.
Zur Verlängerung der Lebensdauer von Li-Ion Akkus empfiehlt es sich, diese möglichst kühl und bei mittlerem Ladezustand zu lagern. Das All-88 Pro verfügt über einen Lagermodus, welcher die Akkus automatisch auf eine für die Lagerung geeignete Spannung bringt, indem er sie je nach Bedarf lädt oder entlädt. Seltsamerweise entsprechen die Werte bei LiFePO₄ oder HV-Zellen einer vollständigen Ladung. Zudem lässt sich der Lade- beziehungsweise Entladestrom nicht anpassen. Es wäre wünschenswert, wenn alle drei Werte manuell angepasst werden könnten.
| NiMH | Li-Ion | LiFePO₄ | Li-Ion HV | 1,5 V Li-Ion | |
|---|---|---|---|---|---|
| Spannung | – | 3,80 V | 3,65 V | 4,35 V | – |
| Ladestrom | – | 1,000 A | 1,000 A | 1,000 A | – |
| Entladestrom | – | 0,500 A | 0,500 A | 0,500 A | – |
Ein spezieller Auffrischmodus führt mehrere Lade- und Entladezyklen durch, um die Kapazität älterer oder längere Zeit ungenutzter Akkus zu verbessern. Von der Wirksamkeit dieser Funktion bin ich jedoch nicht überzeugt, weshalb ich sie nicht näher untersucht habe. Zudem sind die Parameter auch in diesem Modus fest vorgegeben und lassen sich nicht individuell an den jeweiligen Akku anpassen.
| NiMH | Li-Ion | LiFePO₄ | Li-Ion HV | 1,5 V Li-Ion | |
|---|---|---|---|---|---|
| Spannung (Laden) | 1,55 V | 4,20 V | 3,65 V | 4,35 V | 4,85 V |
| Spannung (Entladen) | 1,00 V | 3,00 V | 3,00 V | 3,00 V | 1,10 V |
| Ladestrom | 1,000 A | 1,000 A | 1,000 A | 1,000 A | 2,000 A |
| Entladestrom | 0,500 A | 0,500 A | 0,500 A | 0,500 A | 0,500 A |
Meiner Meinung nach fehlt dem All-88 Pro ein dedizierter Modus zur Kapazitätsbestimmung, bei dem die Akkus über einen einzelnen C>D>C Zyklus vermessen werden. Nach dem Laden von Akkus ist dies die am häufigsten von mir genutzte Funktion.
Fazit
Wer regelmäßig viele Akkus laden muss, dürfte Gefallen am Gyrfalcon All-88 Pro finden. Mit dem Gerät lassen sich bis zu acht Akkus gleichzeitig mit jeweils bis zu 2 A laden. Es unterstützt die meisten gängigen Akkutypen, darunter NiMH, Li-Ion, LiFePO₄ sowie spezielle 1,5 V Li-Ion Akkus. Dank der intelligenten Automatik wählt das Gerät selbstständig die passenden Ladeparameter. Erfahrene Nutzer können alternativ sämtliche Einstellungen manuell vornehmen, um die volle Kontrolle zu behalten.
Als größte Einschränkung sehe ich, dass die Ladeschächte zu kurz für geschützte 21700-Akkus sind. Für die Stromversorgung ist ein spezielles USB-Kabel erforderlich. Schön wäre stattdessen ein USB-C Anschluss am Gerät gewesen. Auch eine Funktion speziell zur Kapazitätsbestimmung ist leider nicht vorhanden.
Das Gerät wurde mir vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ich habe keine weitere Vergütung erhalten und das Review stellt meine eigene Meinung dar.