Sofirn HS23
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Mit der HS23 geht Sofirn einen ungewöhnlichen Weg: Ein großer 21700-Akku soll für hohe Helligkeit und eine lange Laufzeiten sorgen. Für einen flexiblen Einsatz stehen drei Kanäle mit Spotlicht, Flutlicht und Rotlicht zur Verfügung, zwischen denen sich komfortabel über einen Drehschalter wechseln lässt.
Doch wie schlägt sich die HS23 in der Praxis? Wie hilfreich ist das Rotlicht und macht sich das zusätzliche Gewicht des großen Akkus beim Tragen deutlich bemerkbar?
Lieferumfang und Hardware
Die Lampe wird in einer Retailverpackung mit einem vakuumgeformten Einsatz geliefert. Das Zubehör befindet sich auf der Rückseite des Einsatzes.
- Sofirn 21700 Li-Ion Akku (5000 mAh, ungeschützt, flat-top, bei Lieferung 3,77 V)
- Kopfhalterung
- USB-C Ladekabel
- 2x Ersatz-O-Ring
- Bedienungsanleitung (EN, CN, RU, DE, FR, ES, IT, JP, PT)
Die Anleitung besteht aus einem 63 × 22 cm großen Stück Papier, das beidseitig bedruckt ist. Ergänzend zum Text wird die Bedienung auch über Piktogramme und Diagramme erklärt. Diese wirken jedoch teilweise etwas unübersichtlich.
Beim Auspacken wird deutlich auf wichtige Schritte bei der Inbetriebnahme hingewiesen: Vor der ersten Nutzung müssen sowohl die Transportsicherung des Akkus als auch die Schutzfolie von der Linse entfernt werden.
Letzteres ist auch nochmal deutlich auf der Schutzfolie selbst vermerkt. Andernfalls sollte man sich spätestens beim Einschalten über das gelbe Licht wundern.
Bei einer Kopflampe spielen Größe und Gewicht eine entscheidende Rolle. Schließlich trägt man sie unter Umständen über längere Zeit am Kopf und möchte dabei weder in der Bewegungsfreiheit noch beim Tragekomfort eingeschränkt werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob ein großer und entsprechend schwerer 21700-Akku für eine Kopflampe tatsächlich eine geeignete Wahl ist. Mit einem Gesamtgewicht von 217 g inklusive Akku und Kopfhalterung ist die HS23 jedenfalls fast doppelt so schwer wie die meisten anderen Kopflampen in meiner Sammlung.
| Größe & Gewicht | |
|---|---|
| Breite (gesamt): | 89,8 mm |
| Breite (Kopf): | 51,0 mm |
| Höhe: | 30,0 mm |
| Tiefe: | 41,0 mm |
| Durchmesser (Schalter): | 31,0 mm |
| Durchmesser (Akkudeckel): | 29,0 mm |
| Durchmesser (Befestigung): | 25,5 mm |
| Gewicht (ohne Akku): | 108 g |
| Gewicht (21700 Akku): | 69 g |
| Gewicht (Kopfhalterung): | 40 g |
| Gewicht (gesamt): | 217 g |
Zur besseren Veranschaulichung sind die Maße in der folgenden Abbildung nochmal grafisch dargestellt:
Auch im direkten Vergleich mit anderen Kopflampen wirkt die HS23 relativ kompakt – erst recht, wenn man bedenkt, dass alle anderen dargestellten Lampen einen kleineren 18650-Akku verwenden.
Skilhunt H300 | Cyansky HS6R | Sofirn HS23 | Sofirn HS22 | Armytek Wizard C2 Pro
Bei der HS23 befinden sich die LEDs nicht wie bei einer Winkelkopflampe am Ende des Akkurohrs, sondern in einem Block an dessen Seite. Dadurch ist die Lampe insgesamt kürzer, aber auch etwas breiter.
Das Gehäuse besteht vollständig aus Aluminium und ist matt-schwarz anodisiert. Auf der Rückseite lockern angedeutete Kühlrippen die Optik etwas auf, ansonsten fällt das Design schlicht aus.
Über einen integrierten USB-C Anschluss auf der Unterseite lässt sich der Akku direkt in der Lampe laden, sodass kein externes Ladegerät benötigt wird.
Eine Silikonabdeckung schützt den Ladeanschluss vor Wasser und Schmutz. Zwar erleichtert eine kleine Lasche das Öffnen, ohne den Einsatz der Fingernägel lässt sich die Abdeckung jedoch nur schwer öffnen.
Der Akku wird bei 5 V mit bis zu knapp 2 A geladen. Damit ist die Lampe nach rund zweieinhalb Stunden wieder vollständig geladen und einsatzbereit. Der Fortschritt wird über eine LED im Taster signalisiert, die bei vollem Akku von Rot auf Grün wechselt. Während des Ladevorgangs lässt sich die Lampe ganz normal nutzen.
Die HS23 wird mit einem einzelnen 21700 Li-Ion Akku betrieben. Federn auf beiden Seiten sorgen für einen zuverlässigen Kontakt und ermöglichen auch die Verwendung einiger geschützter Akkus, sofern sie eine Länge von 75 mm nicht überschreiten.
Auf der Platine im Inneren des Akkurohrs sind um die Feder herum Kontakte der Hall-Sensoren zu sehen, die für die Erkennung der Schalterposition genutzt werden.
Die HS23 erfüllt laut Hersteller die Schutzart IPX6. Damit besteht ein „Schutz gegen starkes Strahlwasser“, was in der Praxis meist „kann auch im Regen genutzt werden“ bedeutet. Unter Wasser tauchen sollte man die Lampe also besser nicht. Eine Schwachstelle ist möglicherweise der Drehschalter, aber auch der Taster dichtet nicht komplett ab, wenn man ihn etwas zur Seite drückt. Zudem soll die Lampe Stürze aus einer Höhe von bis zu 1,5 Metern überstehen.
Bedienung und Funktion
Mit einem Taster auf der Oberseite der Lampe wird das Licht ein- und ausgeschaltet sowie die Helligkeit geändert. In ihm befindet sich auch eine Status-LED für die Ladeanzeige. Für die Betätigung ist eine Kraft von rund 800 cN erforderlich. Der Druckpunkt ist dabei klar definiert und wird durch ein deutliches Klicken bestätigt.
Ein Drehschalter an der Seite ermöglicht die Wahl des Kanals. Durch Drehen lässt sich nacheinander zwischen Spot, Flood, Mix und Rot wechseln, wobei jede Stufe mit einem feinen Klicken einrastet. Grundsätzlich stellt ein Drehschalter eine praktische und intuitive Methode dar, allerdings hätte ich die Reihenfolge Spot/Mix/Flood/Rot bevorzugt, damit ein leichterer Wechsel zwischen Rot und Flood möglich ist.
Die Bedienung ist wirklich einfach gehalten, sodass man sich schnell zurechtfinden sollte. Durch einen kurzen Druck auf die Taste wird die Lampe ein- und ausgeschaltet, ein langer Druck ändert die Helligkeit. Darüber hinaus gibt es noch zusätzliche Stufen für die niedrigste und höchste Helligkeit sowie eine Tastensperre.
| Zustand | Aktion | Funktion |
|---|---|---|
| Aus | 1 Klick | Einschalten in zuletzt genutzter Helligkeit (außer Eco und Turbo) |
| 2 Klicks | Sperren | |
| Halten | Einschalten in niedrigster Helligkeit | |
| Ein | 1 Klick | Ausschalten |
| 2 Klicks | Weiß: Turbo Rot: Blinklicht | |
| Halten | Helligkeit ändern Weiß: Low → Medium → High Rot: Medium → High → Turbo | |
| Turbo | 1 Klick | Vorherige Helligkeit |
| Gesperrt | 2 Klicks | Entsperren und in zuletzt genutzter Helligkeit einschalten |
| Halten | Momentanbetrieb auf niedrigster Helligkeit (gewählter Kanal) |
Besonders gut gefällt mir die einfache Umschaltung zwischen den einzelnen Kanälen über den Drehschalter. Die Helligkeit wird für jeden Kanal separat gespeichert. Dadurch kann beispielsweise direkt von einer niedrigen Helligkeitsstufe im Flood-Modus auf eine hohe Helligkeit im Spot-Modus gewechselt werden. Eco und Turbo werden jedoch nicht gespeichert, was sich insbesondere bei niedrigen Helligkeitsstufen störend bemerkbar macht. Auch die Reihenfolge der Kanäle ist nicht optimal: Wer bei eingeschalteter Lampe vom roten Licht zum weißen Flutlicht wechseln möchte, muss zwangsläufig kurz beide weißen Kanäle aktivieren. Ich hätte es daher bevorzugt, wenn das Flutlicht direkt auf den Rot-Kanal folgen würde.
Um den Turbo zu aktivieren, muss die Lampe zunächst eingeschaltet werden. Beim Rot-Kanal führt ein Doppelklick nicht in den Turbo, sondern aktiviert ein Blinklicht. Ein Doppelklick bei ausgeschalteter Lampe aktiviert die Tastensperre und schützt dadurch gegen versehentliches Einschalten. Ist die Lampe gesperrt, lässt sich das Licht durch Gedrückthalten des Tasters vorübergehend in der niedrigsten Stufe des gewählten Kanals einschalten. Durch Lockern der Tailcap kann die Lampe auch mechanisch gesperrt werden.
Nach dem Einschalten zeigt eine Status-LED im Taster für fünf Sekunden den ungefähren Ladestand des Akkus an. Bei kritischer Akkuspannung blinkt die LED bei eingeschalteter Lampe kontinuierlich in Rot. Trägt man die Lampe am Kopf, ist diese hilfreiche Information natürlich nicht zu sehen.
| Farbe | Ladestand |
|---|---|
| Grün | 75% – 100% |
| Grün blinkend | 50% – 75% |
| Rot | 25% – 50% |
| Rot blinkend | < 25% |
Die mitgelieferte Kopfhalterung ist schlicht, aber funktional. Die Lampe wird durch zwei Schlaufen der Silikonhalterung gesteckt, was sich mitunter etwas mühsam gestaltet. Einmal eingesetzt, sitzt sie jedoch zuverlässig und verdreht sich auch bei Bewegung nicht von selbst.
Ein zusätzliches Gummiband, das über den Kopf verläuft, sorgt für zusätzlichen Halt und verhindert, dass die Lampe beim Gehen zu stark wackelt. Die Halterung selbst ist zwar recht bequem, das vergleichsweise hohe Gewicht der Lampe macht sich dennoch deutlich bemerkbar. Sie eignet sich daher eher für die Befestigung an einem Arbeitshelm.
Abseits der Kopfhalterung lässt sich die Lampe natürlich auch problemlos in der Hand verwenden. Mit einem Magneten im Akkudeckel hätte man sie auch gut als stationäre Arbeitsleuchte nutzen können.
Lichtbild
Welche LEDs bei der HS23 genau zum Einsatz kommen, verrät der Hersteller leider nicht. Bei den roten LEDs liegt die Vermutung nahe, dass es sich um Luminus SST-20-DR handelt, da diese auch bei anderen Modellen des Herstellers verwendet wurden. Folgende Informationen können der Webseite (nicht aber der Anleitung oder Verpackung) entnommen werden:
- Spot: 2x 6500 K
- Flood: 4x 5000 K, CRI 90
- Rot: 2x 660 nm
Alle LEDs befinden sich gemeinsam hinter einer speziell für dieses Modell entwickelten TIR-Optik. Diese ist verklebt und lässt sich daher nicht ohne Weiteres entnehmen, um beispielsweise die LEDs zu tauschen. Auf eine zusätzliche Glasscheibe zum Schutz der Optik wurde verzichtet. Dadurch ist die Oberfläche zwar anfälliger für Kratzer, allerdings ist der Kunststoff widerstandsfähiger gegen Stöße und bricht nicht so leicht wie Glas. Eine Antireflexbeschichtung ist nicht vorhanden.
Das kaltweiße Spotlicht hat eine neutrale Färbung, während das Flutlicht nicht nur wärmer ist, sondern auch leicht grünlich wirkt. Ohne eine genaue Messung lässt sich das jedoch nicht weiter bestimmen.
Bei der Lichtverteilung ist zwar ein Unterschied zwischen Spot- und Flutlicht erkennbar, dieser fällt jedoch weniger deutlich aus, als ich es mir gewünscht hätte. Das Spotlicht erzeugt einen relativ großen Spot, der weich in den Spill übergeht. Mehr ist mit der kleinen TIR-Optik wohl nicht zu schaffen. Das Flutlicht ist mittenbetont, ohne einen klar abgegrenzten Spot zu erzeugen. Aufgrund der unterschiedlichen Lichtfarben harmonieren Spot- und Flutlicht nicht allzu sehr miteinander, sodass die Kombination beider Kanäle nicht ganz überzeugen kann.
Obwohl beim Spotlicht noch Verbesserungspotenial besteht, ist der Reichweitenvorteil in den folgenden Bildern gut zu erkennen. Das Flutlicht ist breit genug gestreut, damit kein „Tunnelblick“ entsteht.
Rotes Licht hat den Vorteil, dass es die Dunkeladaptation der Augen weniger stark beeinträchtigt als weißes Licht. Ursache dafür ist die geringere Empfindlichkeit der für das Sehen bei geringer Helligkeit verantwortlichen Stäbchen gegenüber langwelligem rotem Licht. Die für das Farbsehen zuständigen Zapfen reagieren dagegen stärker auf rotes Licht, sodass die Anpassung des Auges an die Dunkelheit weniger stark gestört wird.
Das funktioniert allerdings nur, solange das rote Licht nicht zu hell ist. Bei der HS23 fällt bereits die niedrigste Stufe vergleichsweise hell aus. Die drei höheren Stufen sind sogar so hell, dass sie die Dunkeladaptation der Augen deutlich beeinträchtigen können. Zudem ist das rote Licht relativ eng fokussiert, wodurch es sich für die Ausleuchtung des Nahbereichs nur bedingt eignet.
Treiber und Laufzeit
Zur Art des Treibers macht der Hersteller keine weiteren Angaben. Feststellen lässt sich jedoch, dass ein Treiber mit Konstantstromregelung zum Einsatz kommt, wie an der gleichbleibenden Helligkeit zu erkennen ist.
| Modus | Helligkeit¹ | Laufzeit¹ | Intensität¹ (Reichweite²) | Strom³ | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mix » Turbo | 3320 / 1000 lm | 2 min + 1:55 h | 9216 cd | (192 m) | 7,35 A |
| Mix » High | 1558 / 730 lm | 10 min + 3:20 h | 2,70 A | ||
| Mix » Medium | 529 lm | 6 h | 0,84 A | ||
| Mix » Low | 100 lm | 22 h | 0,20 A | ||
| Mix » Eco | 5 lm | 350 h | 0,05 A | ||
| Spot » Turbo | 2044 / 984 lm | 3 min + 2 h | 3,96 A | ||
| Spot » High | 1044 / 600 lm | 10 min + 4:30 h | 1,68 A | ||
| Spot » Medium | 355 lm | 10:30 h | 0,54 A | ||
| Spot » Low | 90 lm | 36:30 h | 0,19 A | ||
| Spot » Eco | 5 lm | 350 h | 0,06 A | ||
| Flood » Turbo | 2044 / 700 lm | 3 min + 2:20 h | 5,45 A | ||
| Flood » High | 1067 / 660 lm | 10 min + 3:10 h | 2,23 A | ||
| Flood » Medium | 358 lm | 8 h | 0,66 A | ||
| Flood » Low | 75 lm | 36:30 h | 0,18 A | ||
| Flood » Eco | 4 lm | 350 h | 0,05 A | ||
| Red » Turbo | 180 / 135 lm | 30 min + 2 h | 1,66 A | ||
| Red » High | 70 lm | 8:18 h | 0,55 A | ||
| Red » Medium | 25 lm | 19 h | 0,25 A | ||
| Red » Low | 10 lm | 48 h | 0,15 A | ||
| Aus | 48 µA | ||||
Im Turbo wird die Helligkeit nach zwei bzw. drei Minuten reduziert. Auf der Stufe High wird die anfängliche Helligkeit dagegen zehn Minuten lang gehalten. Da diese Zeiten exakt den Angaben des Herstellers entsprechen, liegt die Vermutung nahe, dass der Stepdown zeitgesteuert und nicht (nur) temperaturabhängig erfolgt.
Diese Vermutung wird auch durch die gemessenen Temperaturen gestützt. In einigen Helligkeitsstufen wäre demnach noch weiteres Potenzial vorhanden, während die Lampe in anderen Stufen je nach Kühlung recht warm werden kann.
Für die niedrigen Helligkeitsstufen habe ich exemplarisch die Laufzeit des Flutlichts gemessen. Dabei kommt es im späteren Verlauf zu kleineren Stepdowns. Beim roten Licht wird dagegen bereits die Stufe High über die gesamte Laufzeit hinweg konstant gehalten.
Ohne zusätzliche Kühlung erreicht die Lampe bereits nach kurzer Zeit eine Temperatur von über 50 °C. Wird sie nicht in der Hand gehalten, bemerkt man die starke Erwärmung möglicherweise erst spät. Bei der Nutzung des Turbos ist daher entsprechende Vorsicht geboten, um Verbrennungen zu vermeiden. Laut Produktbeschreibung verfügt die HS23 über eine Temperaturüberwachung, welche die Leistung bei Bedarf automatisch reduziert.
Wärmebilder mit Zoyi ZT-R02
Alle Helligkeitsstufen werden ohne PWM geregelt. Mit dem Oszilloskop lässt sich allerdings eine schwache Restwelligkeit feststellen. Die Frequenz beträgt rund 500 kHz und ist somit für das menschliche Auge nicht zu erkennen.
In der niedrigsten Helligkeitsstufe ist eine leichte Ungleichmäßigkeit beziehungsweise ein schwaches Flackern wahrnehmbar. Mit dem Oszilloskop konnte lediglich eine etwas ausgeprägtere Restwelligkeit mit einer Frequenz von etwa 33 kHz messen. Deutliche Helligkeitsschwankungen waren dagegen auch bei einer längeren Zeitbasis nicht erkennbar.
Wird eine Akkuspannung von 2,7 V unterschritten, schaltet sich die Lampe automatisch ab, um den Akku vor einer Tiefentladung zu schützen. Bereits bei 3,2 V beginnt die Status-LED im Taster rot zu blinken. Eine zusätzliche (deaktivierbare) Warnung durch Blinken des Hauptlichts wäre eine praktische Ergänzung, da die Status-LED bei einer Kopflampe normalerweise nicht zu sehen ist.
Fazit
Die Sofirn HS23 hat einiges zu bieten: Die Kopflampe verfügt über drei Kanäle mit Spotlicht, Flutlicht und 660 nm Rotlicht, zwischen denen komfortabel über einen Drehschalter gewechselt werden kann. Auch eine Ladefunktion über USB-C ist integriert.
Trotz der einfachen Bedienung und der praktischen Funktionen habe ich einen wesentlichen Kritikpunkt an der HS23: Als Kopflampe ist sie mir schlicht zu schwer. Selbst einen 18650-Akku empfinde ich bei einer Kopflampe als grenzwertig, ein großer 21700-Akku ist für diese Anwendung daher erst recht ungeeignet. Persönlich würde ich eine kürzere Laufzeit und dafür einen häufigeren Akkuwechsel bevorzugen, anstatt dauerhaft eine vergleichsweise schwere Lampe an der Stirn zu tragen.
Sinnvoll kann die HS23 hingegen sein, wenn über längere Zeit eine hohe Helligkeit gewünscht wird. Wird bei Arbeiten ohnehin ein Helm getragen, spielt das zusätzliche Gewicht eine geringere Rolle. Von Vorteil ist in diesem Fall auch die gute Regelung, wodurch die Helligkeit über lange Zeit konstant gehalten wird.
Die Lampe wurde mir vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ich habe keine weitere Vergütung erhalten und das Review stellt meine eigene Meinung dar.