Der heutige Tag stand fast komplett im Zeichen des Homeservers. Ich habe mir gedacht: "Wenn der PC schon die ganze Zeit laufen muss, warum dann nicht gleich ein kompletter Server?" Gesagt, getan...
Da ich seit einem Monat in dem Besitz eines modernen Rechenkünstlers bin, habe ich meinen alten PC genommen, alles rausgepackt, was nicht unbedingt notwendig war (jetzt nur noch Mainboard, CPU, RAM, HDD und Netzteil drin) und vorrübergehend an einen Monitor und Tastatur angeschlossen.
Die Wahl des Betriebssystem war fix getroffen (Linux sowieso, Debian erschien mir hier am idealsten). Also schnell die Netinstall-CD runtergeladen, gebrannt, CD-Laufwerk in den Server, installiert (Grundsystem und openSSH), alles wieder aus, CD-Laufwerk raus, in die finsterste Ecke des Hauses gestellt, Strom und Netzwerkkabel dran - fertig.
Der Rest konnte bequem im Sessel an meinem neuen PC über PuTTY erledigt werden. Allerdings muss ich zugeben, dass ich kein Linux-Experte bin. Mal eine Analogie: Ich kenne den kompletten Stadtplan, die Reiseführer usw. auswendig - aber wenn man dann in der Stadt ist, kommt einem irgendwie alles unbekannt vor. Nun, ich weiß, wie ich mich in Linux zurechtfinde, bei vielem, wie es funktioniert und mit einigen Tuts aus dem Internet war das System und Apache installiert, konfiguriert und abgesichert. Toll. php wäre auch noch ein leichtes gewesen, aber ich wollte ja erstmal meine Webcam zum laufen kriegen.
USB-Webcam und Linux... man hört fast nur schlechtes davon (zumindest bei den alten Kernels). Ein bisschen geschaut und einen passenden Treiber für meine Kamera (Logitech QuickCam Web) gefunden. Die Sources (qc-usb-source) geladen, kompiliert (als Programmierer ging das ja noch) und als Modul geladen.
SammysHP, 02.06.2009 21:51:18:
Module Size Used by
quickcam 62948 0
videodev 27520 1 quickcam
v4l1_compat 12260 1 videodev
Na, geht doch! Doch dann fingen die Probleme erst an: Ich habe die Videoquelle bei webcam nicht richtig konfiguriert bekommen, das Bild war mist. Die Einstellmöglichkeiten waren auch nicht das Wahre.
Das Resultat: Strom sparen, 80 W vom dauerbetriebenen Rechner weniger. Server in den Keller, gut verpackt - vielleicht braucht man ihn ja nochmal. Und dann doch eine IP-Kamera bestellt. Eventuell fällt mir auch noch ein Anwendungszweck ein, wenn die Welpen weg sind...
Resultat #2: Den ganzen Tag damit verbracht, diesen Server zu konfigurieren und letztendlich hat es doch nichts gebracht - aber es hat Spaß gemacht :D