Vom 02.10. bis zum 17.10. war ich zusammen mit weiteren 27 Schülern und zwei Lehrern auf einer Studienfahrt nach Griechenland, ausgehend von unserem Seminarfach.
Hier werde ich nun von meinen Erlebnissen aus dem relativ fernen und sonnigen Land berichten.
Donnerstag, 02.10.2008
Warum musste unser Flug bloß so früh losgehen? Abflugzeit 6:30! Das heißt, dass ich schon um 2:30 aufgestanden bin, geduscht und etwas gefrühstückt habe. Anschließend habe ich noch eine weitere Schülerin abgeholt, mein Vater hat uns gefahren. Um 4:30 waren wir am Flughafen, Terminal B, wie es am Abend vorher im Internet stand. Toll - ich schaue auf die Tafel und dort steht "Terminal C". Klingt nicht so weit, aber der Flughafen Hannover ist groß. Viele von uns waren schon dort, Check-In, Warten, Boarding - Warten: Ein Fluggast fehlte noch, er kam schließlich ein paar Minuten nach offizieller Abflugzeit, trotzdem zu spät. Wir hatten unseren Slot verpasst und mussten eine ganze Stunde warten. Um 7:30 war es dann endlich so weit und wir konnten starten. Was soll ich sagen - mein erster Flug und es war einfach nur genial! Nur etwas eng, meine Knie schmerzten, aber das Frühstück an Bord war gut.
Ankunft in
Thessaloniki, 10:45. Tja, so sonnig war Griechenland gar nicht. Nur Regen. Nach einiger Suche haben wir unseren Bus gefunden (das war dann der, welcher zwischen den ganzen modernen Bussen stand und schon etwas betagt aussah) und konnten losfahren. Zuerst eine "Stadtrundfahrt" durch Thessaloniki (naja, viel hat man wegen des Regens nicht gesehen, keiner wollte raus, der Busfahrer konnte kein Englisch und nur ein ganz klein wenig gebrochenes Deutsch). Anschließend ging es weiter nach
Kalambaka, eine nicht gerade kurze Strecke, vor allem bei den griechischen Straßen nicht. Mein erster Eindruck von Griechenland: Müll, viel Müll, viel kaputt, ziemlich verlassen - na ja. Alle paar hundert Meter stehen an den Straßen - hmm - "Mini-Kapellen"/was auch immer für irgendwelche Schutzheiligen.
Als wir abends am Hotel ankamen der Schock: Man hatte unsere Reservierung falsch bekommen, das Hotel hatte noch geschlossen. Also mussten wir auf ein anderes ausweichen, welches sogar schöner aussah. Das Abendessen hatten wir in einem externen (wohl nicht gerade günstigen) Restaurant, zu welchem wir mit dem Bus fuhren (nur wenige Minuten). Bis heute rätseln wir, um was für ein Fleisch es sich handelte.
Freitag, 03.10.2008
Was für eine herrliche Nacht nach dem anstrengenden Tag gestern. Geduscht, gefrühstückt und dann ging's los zu den
Meteora-Klöstern. Zum Wetter: Wieder Regen. Die Klöster waren recht interessant, viel mehr weiß ich jetzt auch nicht zu sagen. Man muss es einfach selbst sehen (das gilt für so ziemlich jeden Punk, den wir besichtigt haben). Was jedoch auffällig ist: In Griechenland gibt es viele, sehr viele Straßenkatzen, jedoch weniger Straßenhunde, als ich gedacht hatte.
Weiterfahrt. Nach einem kurzen Stop an einer extrem teuren Autobahnraststätte (ich meine, teurer als in Deutschland) stoppten wir an dem
Kloster "Hosios Lukas". Endlich war das Wetter besser und ich habe sogar meinen ersten griechischen Cache gefunden (
GCZMJF). Da wir noch nicht zum Einkaufen gekommen sind, musste ich heute aufs Mittagessen verzichten. Weiter ging es nach
Delphi (dem Ort). Hier konnten wir einkaufen, wenn auch nicht gerade günstig. Delphi ist eindeutig ein Touristen-Dorf. Fast alles ist hier auf Englisch, alles auf Touristen eingestellt. Das Abendessen war gut, anschließend haben wir in kleiner Runde (waren es 3 oder 4?) mit unserem Lehrer diskutiert.
Samstag, 04.10.2008
Frühstück mit Spiegelei, anschließend zur nahen
Ausgrabungsstätte von Delphi. Warm, steil, anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Anschließend im zugehörigen Museum.
Nach einigen Stunden Fahrt kamen wir schließlich in
Archea Olymbia an. Für heute gab es keinen offiziellen Programmpunkt mehr, also sind wir für uns alleine etwas durch die Stadt gegangen. Abendessen hätte besser sein können.
Endlich gab es mal einen deutschen Sender im Fernsehen - ZDF und wir konnten "Wetten, dass..?" sehen. Man muss jedoch die Zeitverschiebung von einer Stunde berücksichtigen.
Sonntag, 05.10.2008
Vom Frühstück ist man nicht satt geworden. Na ja, muss man mit leben. Anschließend ging es gleich zu Fuß zur
Ausgrabungsstätte und zum Museum von Olympia. Endlich wurde unser Lehrer auf das hingewiesen, was am Eingang jeden Museums und jeder Ausgrabungsstätte steht: Das Führen ohne eine staatliche Lizenz ist nicht gestattet. Also mussten wir uns so durcharbeiten und ab und zu konnte ja mal heimlich ein kurzes Wort gesagt werden.
Nach einer kurvenreichen Fahrt kamen wir gegen 15 Uhr in
Gialova (Teil von Pylos) an. Hier hielten wir uns für 1 1/2 Stunden zum Baden auf. Freundlich wurden wir von einem deutschen Tierschützer von
Chamaeleo-Africanus auf die Chamäleon-Nester am Strand hingewiesen.
Es sollte anschließend zum Hotel in Pylos gehen - auf der Fahrt bemerkten wir jedoch einen Wegweiser zum Hotel, der uns wieder zurückführte, es ist nämlich schon in Gialova. Sehr schöne Gegend hier, direkt am Strand gelegen, mit eigenem Pool und riesigem Gemüse-/Kräutergarten. OK, die Zimmer rochen etwas unschön und das Bad war mickrig (es geht jedoch noch kleiner, wie sich später herausstellte), aber dennoch hat es mir hier sehr gut gefallen. Für den Rest des Tagen bin ich etwas durch den (sehr kleinen Ort) gegangen, habe Fotos gemacht und mich mit den Straßenhunden beschäftigt.
Das Abendessen war sehr gut, anschließend wieder in der gleichen Runde vor Vorgestern mit unserem Lehrer geredet. Eine sehr schöne Nacht: Mond, Rauschen des Meeres - und kalt, so kalt, dass ich draußen eine Jacke gebraucht habe.
[Fortsetzung folgt... irgendwann... vielleicht...]